Pfarrheim: Bochumer Entwurf überzeugt

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Die Mitglieder des Kirchenvorstands – Martin Gruschka. Bruno Köck, , Elke Banz und Dietmar Riecks – präsentieren mit Pfarrer Andreas Schulte den besten Entwurf.

Balve - „Es ist tatsächlich ein homogener Entwurf, der auch die Kirchenvorstandsmitglieder überzeugte“, ist der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstands der St. Blasius-Gemeinde, Martin Gruschka, zufrieden mit der einstimmigen Entscheidung. Abgestimmt wurde am Donnerstag hinter verschlossenen Türen über den Neubau des Pfarr- und Pastoralzentrums der Gemeinde. Vorgestellt wurde das Ergebnis am Samstag.

Von Julius Kolossa

Den ersten Preis des Architektenwettbewerbs und damit 5000 Euro sprach das Preisgericht einstimmig dem Büro Banz + Riecks Architekten BDA, Bochum, zu. Auf einen geteilten dritten Platz (jeweils 2500 Euro) wählte die Jury eine Arbeit von Simon Hilker Architekten Ingenieure aus Menden sowie des Büros Deen architects aus Münster. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben.

Neun Architektenbüros aus Menden, Arnsberg, Bochum und Neuenrade hatten ihre Ideen eingereicht. Drei davon stellten das neue Gebäude an die Stelle des alten, fünf verlagerten es in die Mitte und eins sah den Neubau als Verlängerung des Kindergartens. In der Jury saßen neben drei Baufachleuten aus Paderborn, Münster und Frankfurt auch drei Balver: Pfarrer Andreas Schulte, Bruno Köck, Abteilung Bauliegenschaften im Kirchenvorstand, und Bürgermeister Hubertus Mühling. Nach der Vorstellung der Entwürfe gab es drei Beurteilungsdurchgänge, um die Sieger zu ermitteln. Nach dem zweiten Durchgang wurden die verbliebenen drei Arbeiten entsprechend den Beurteilungskriterien Gestaltung, Gebäude- und Freiraumkonzept, Einhaltungplanungs- und baurechtlicher Bestimmungen, Einfügung in die städtebaulichen Rahmenbedingungen und die Grundstückssituation sowie Wirtschaftlichkeit schriftlich beurteilt. Aufgrund dieser Beurteilung wählte die Jury die Preisträger aus.

Einstimmig wählten die Fachleute den Bochumer Entwurf auf den ersten Platz. Und auch der Kirchenvorstand, schloss sich dem an. Im Siegerentwurf befinden sich im Erdgeschoss das Pfarrarchiv, ein Raum der Stille, Versammlungsräume und ein Technikraum. Im Obergeschoss sind der große Saal, die Verwaltung, der Jugendraum und ein Konferenzraum untergebracht. Gebaut wird in Holzrahmenkonstruktion in heller Backsteinfarbe.

In dieser Woche finden weitere Absprachen über Kosten, Termine und Abwicklung statt; im kommenden Jahr soll dann das alte Pfarrheim abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden, hieß es. Der Kostenrahmen liege bei einer Million Euro und soll, wenn möglich, nicht überschritten werden – das ist den Balvern wichtig. „Wir wollen kein Limburg, sondern mit den Geldern seriös umgehen“, betonten Pfarrer Schulte und der Kirchenvorstand.

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