Partnerschaftskomitee will Schüleraustausch optimieren

Die Partnerschaftskomitees aus Roussay und Beckum haben jetzt getagt und darüber gesprochen, wie der Schüleraustausch noch verbessert werden kann.

Beckum -  Mit der Frage, wie der gegenseitige Schüleraustausch weiter optimiert werden kann, haben sich jetzt die Partnerschaftskomitees aus Beckum und Roussay beschäftigt. Eine Delegation der französischen Gemeinde war dazu zu Gast in Beckum.

Beide Komitees waren einer Meinung, dass der Schüleraustausch eine wesentliche Basis für die gemeinsame, erfolgreiche Arbeit darstellt. Alle Mitglieder bekundeten, sich weiterhin intensiv für den Austausch einsetzen zu wollen. Für Oktober dieses Jahres steht der Besuch der Roussayer Grundschüler in Beckum auf dem Programm.

Einmal jährlich treffen sich die Partnerschaftskomitees beider Dörfer zu einer gemeinsamen Sitzung, um die Arbeit abzustimmen. Darüber hinaus tauschten die Sauerländer und die Franzosen Neuigkeiten aus. Unter anderem hätten die Beckumer erfahren, dass auch in Roussay 25 Prozent der Wähler ihre Stimme Marine Le Pen und der Front National gegeben hätten. Gründe dafür seien die hohe Arbeitslosigkeit in dieser Gegend von elf bis zwölf Prozent, sowie die Anschläge in Paris. Bezüglich der Arbeitslosigkeit könnten sich die Roussayer noch glücklich schätzen, da sie in dem wirtschaftlich erfolgreichen Dreieck Nantes – Cholet – La Roche leben. Schon wenige Kilometer weiter, beispielsweise an der Loire oder in der Bretagne, sei die Situation noch schlechter.

In Frankreich gebe es jetzt neue kommunale Strukturen. Die Dörfer – auch Roussay – hätten ihre Selbstständigkeit verloren und seien zu größeren Kommunen zusammengefasst worden. Sevre Moine laute der Name der neuen Kommune, in der gemeinsam mit Roussay zehn Dörfer vereint seien, unter anderem auch St. Macaire und Torfou, die Partnergemeinde von Hachen.

Die Roussayer stünden dieser Entwicklung skeptisch gegenüber. Einige Kommunalpolitiker hätten ihr Amt zur Verfügung gestellt, da sie die Identifikation mit dem Dorf vermissen würden. Andere würden in diesem Zusammenschluss auch Chancen zur Entwicklung neuer wirtschaftlicher Stärke sehen.

Auch der gesellige Teil kam am letzten Wochenende im Januar nicht zu kurz. Gemeinsam besuchten Franzosen und Deutsche am Abend die Karnevalsveranstaltung in Volkringhausen. Dort feierten sie bis in die frühen Morgenstunden, bevor die Gäste am nächsten Morgen die Rückreise antraten.

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