Reise in die Vergangenheit am Tag des offenen Denkmals

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Einblicke in die Eisengewinnung ab dem Mittelalter konnten die Personen erhalten, die an einer der Führungen in den 50 Meter langen Stollen an der Luisenhütte teilnahmen.

Binolen / Wocklum - Denkmäler sind Geschichte – und um diese Geschichte erlebbar zu machen, waren die Türen des Bahnhofes Binolen, der Luisenhütte, des Museums und des Schlosses am Sonntag geöffnet. Den Veranstaltern bescherte das Wetter an diesem Tag des offenen Denkmals Besucherrekorde: Mehr als 100 Teilnehmer wurden bei den Führungen in Wocklum gezählt, vor dem Bahnhof war jeder Platz besetzt.

Schienengeschichte zum Anfassen gab es im Hönnetal: Der Schienenbus, mit dem Generationen von Schülern gefahren sind, ließ Erinnerungen lebendig werden. Alle Türen waren an dem vierteiligen roten Bus geöffnet, dessen Tage allerdings gezählt sind. Dr. Dietmar Schröder, Eigentümer des Bahnhofsgeländes und begeisterter Eisenbahnfreund, erklärte: „Was während der Jahreshauptversammlung gesagt wurde, wird umgesetzt: wir trennen uns nach der Weihnachtsfahrt 2017 von diesem Schienenbus.“ Die in diesem Zusammenhang anfallende Arbeit könne von den Mitgliedern nicht mehr geleistet werden. Ob das Gefährt, Baujahr 1960/61, demnächst eine neue Heimat in einem Museum, bei einem Verein oder bei einem Eisenbahnfreund finden wird, ließ Dr. Schröder offen: „Die Verhandlungen laufen noch.“

Ein Anziehungspunkt war auch die Handhebel-Draisine „Kuffi“ auf dem ehemaligen Ladegleis. Für den Antrieb sorgten die Gäste, denen diese Art der Fortbewegung gefiel. Eine andere Form von Technik war im historischen Stellwerk zu sehen, ein Überblick über die 104-jährige Geschichte der Hönnetalbahn während der Fotoausstellung im Bahnhofsgebäude.

In die Unterwelten begaben sich die Besucher in Wocklum, dort durften die Kinder Dino-Eier im neuen museumspädagogischen Raum suchen, und mit ihren Eltern an Führungen in den Stollen der Luisenhütte teilnehmen. Rüdiger Dulinski hatte besonders bei der 14-Uhr-Führung besonders viele Gäste vor sich, die an Einblicken in die Eisengewinnung ab dem Mittelalter interessiert waren. Zunächst ging es in den fast 50 Meter langen Stollen, danach in die Hütte. Museumsleiterin Ulrike Knips betreute die jungen Besucher, für die sie 50 Dino-Eier versteckt hatte. Etwas Handarbeit und Kraft mit einem Hammer war erforderlich, um den Dinosaurier aus der „Schale“ zu holen. Außerdem gab es ein Rätsel und eine Malaktion.

Gute Gastgeber warteten auch im Schloss Wocklum, wo die Besucher die Atmosphäre im Hof genießen konnten, und im Inneren während der Führungen mit Rudolf Rath und Siegfried Keil unterhalten wurden. Zum ersten Mal gab es eine Kinderführung – eine spannende Zeitreise, in deren Rahmen die Mädchen und Jungen erfuhren, wie die Menschen vor der Einführung von Zentralheizung und Internet lebten.

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