Balver Unternehmen rüsten auf gegen Einbrecher

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Balve -  Alarmanlagen mit Videoüberwachung und einem Revierkontrolldienst sollen in den drei Balver Gewerbegebieten demnächst für mehr Sicherheit sorgen. Dieses Sicherheitsverbundsystem stellte Pascal Sorof von der Firma WKN-Datentechnik, einem Tochterunternehmen des WKN-Wachdienstes, am Dienstag in der Kanzlei Hundrieser + Partner vor.

Zu dieser Präsentation hatte Stadtmarketing-Geschäftsführerin Stephanie Kißmer die etwa 60 ansässigen Unternehmer eingeladen, 18 nahmen teil. Pascal Sorof berichtete, die WKN-Datentechnik sei 2014 gegründet worden. Derzeit seien zwölf Mitarbeiter des Systemhauses damit beschäftig, die Technik von Kameraschaltungen und Videoüberwachungen für etwa 80 Anlagen zu überwachen. In Balve wäre die Einbeziehung des Revierkontrolldienstes mit dem WKN-Wachdienst eine neue Sicherheitsdienstleistung. „Das Bedürfnis nach Sicherheit wächst“, stellte Pascal Sorof fest. Er versprach den Anwesenden ein effektives und dennoch kostengünstiges Verbundsystem.

Kameras sollten an neuralgischen Punkten postiert werden. Diese würden sieben Stunden täglich am Videoleitstand kontrolliert. Zusätzlich seien Mitarbeiter des Wachdienstes vor Ort unterwegs – und zwar jeden Tag zu einem anderen Zeitpunkt. Bei Alarmierungen rückten sie selbstverständlich zusätzlich aus. Im Ernstfall verständige der Mitarbeiter die Polizei; handele es sich um einen Fehlalarm, stelle er die Alarmanlage aus.

Für sieben Stunden an 31 Tagen im Monat beliefen sich die Kosten für den Revierkontrolldienst auf rund 7000 Euro, und für den Videoleitstand auf etwa 6000 Euro, so dass die Gesamtkosten 13 000 Euro betragen würden. „Je mehr Unternehmen mitmachen, desto günstiger wird es für alle“, sagte Sorof.

„Ein gutes System“, befand Bürgermeister Hubertus Mühling. Bisher würden die städtischen Gebäude mit den Flüchtlingsunterkünften von einem Wachdienst kontrolliert, doch dieses Verbundsystem sei „ein sehr interessantes Konzept zur Verbesserung der Sicherheit.“ Jetzt seien die Inhaber der Unternehmen am Zug, erklärte, betonte Stephanie Kißmer. Bis März solle das Interesse abgefragt werden, dann warte ein Workshop auf die Teilnehmer.

Für Privathaushalte sei der Einstieg in dieses System zu teuer, erklärte Pascal Sorof weiter. Auch in diesem Bereich verzeichne das Unternehmen viele Nachfragen. Er empfehle Privatpersonen den Kauf einer Alarmanlage und den Einsatz von Überwachungskameras. Die Anschaffungskosten dafür beliefen sich für ein Einfamilienhaus auf circa 3000 Euro, schätzte der Sicherheitsfachmann.

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