Nachfolgerin von Roswitha Schubert vorgestellt

Steffi Friske will die neue „Frau Bücherei“ werden

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Steffi Friske (r.) tritt ab August in die Fußstapfen der Büchereileiterin Roswitha Schubert. Michael Bathe begrüßte die 38-Jährige an ihrem neuen Arbeitsplatz.

Balve - Steffi Friske, die neue Leiterin der Öffentlichen Bücherei Balve, ist jetzt offiziell vorgestellt worden. Michael Bathe, der allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, begrüßt sie an ihrem neuen Arbeitsplatz und bat Friske darum, eigene Akzente in der Bücherei zu setzen.

Die 38-jährige Steffi Friske hat sich nach ihrem Lehramtsstudium zunächst um ihre drei Töchter gekümmert und zuletzt weiterhin in Bochum für das Lehramt studiert. Ihren Studienplatz hat sie zur Verfügung gestellt, nachdem sie am Freitag ihren Arbeitsvertrag in Balve unterschrieben hatte. Die Balver Bücherei kennt sie, seitdem sie vor zwei Jahren mit ihrer Familie aus dem Rheinland in die Hönnestadt gezogen ist. „Natürlich habe ich einen Büchereiausweis“, sagt Friske und berichtet, dass ihre Töchter dem LeseClub angehören.

Die Entscheidung für die neue Büchereileiterin sei nicht vorschnell gefallen. Drei Vorstellungsrunden waren erforderlich, bis alle Seiten wussten: Steffi Friske ist die Richtige, sie wird im August nach 24 Jahren in die Fußstapfen von Roswitha Schubert treten. Dabei war die Zahl der Bewerber groß, berichtet Schubert. Sie habe an allen Gesprächen teilgenommen und erinnert sich, warum die Auswahl so lange gedauert hat: „Manche waren überqualifiziert, andere die falschen Quereinsteiger, wieder andere zu jung. Andere wiederum hatten auch Angst vor der Verantwortung.“ Denn manchmal gelte es, den jüngsten Lesern ihre Grenzen aufzuzeigen und konsequent zu sein. Und neben der Ausleihe und der Verwaltung des Medienbestandes gehört zu den Aufgaben der Büchereileiterin auch die Organisation des LeseClubs, der Kleinkunstveranstaltung und der Nacht der Bibliotheken. Veranstaltungen, die über das eigentliche Tätigkeitsfeld hinausgehen, sich aber inzwischen so etabliert haben, dass sie nicht mehr wegzudenken sind. Außerdem, so Roswitha Schubert, sei Aktualität ganz wichtig: „Die Bücher in den Bestsellerlisten können hier nach einer Woche ausgeliehen werden.“

Ihre Nachfolgerin muss zu den Balvern passen, weiß Roswitha Schubert aus Erfahrung: „Man braucht auch ganz viel Fingerspitzengefühl.“ Und dies in einem Domizil, das zu einem Kommunikationszentrum für alle Generationen und Gesellschaftsschichten geworden sei. „Hier werden schon Zweieinhalbjährige mit Leser-Starter-Sets in die Welt der Bücher eingeführt“, sagte Michael Bathe.

3199 Nutzer wurden im vergangenen Jahr gezählt – eine Zahl, die Steffi Friske gerne halten möchte. Sie will sich mit Roswitha Schubert in die Bücherei-Systematik und die Software einarbeiten, hat aber auch schon erste Ideen, Abende mit Autoren zu gestalten. Die erste Aktion, die Friske mitgestaltet, ist der LeseClub in den Sommerferien, dann noch mit Roswitha Schubert an ihrer Seite.

Letztere geht mit einem lachenden und weinenden Auge in den Ruhestand, den sie mit Lesen, Sport und Reisen ausfüllen will. Sie sei zufrieden mit der Entscheidung für Steffi Friske. Ihrer Nachfolgerin müsse eigene Erfahrungen sammeln: „Auch ich habe mich damals erst sortieren müssen.“ Inzwischen sei die Bücherei aber mit eineinhalb Stellen „personalmäßig eng aufgestellt“. Ohne die vielen Helfer sei die Arbeit nicht zu schaffen. Bathe erklärte, dass nicht weiter am Personalschlüssel gedreht werde.

Steffi Friske wünschte er, dass diese wie Roswitha Schubert das „Gesicht der Bücherei“ werden möge. Die scheidende Leiterin erzählte schmunzelnd, dass sie für viele Kinder „Frau Bücherei“ sei.

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