Müllsammler ärgern sich über rücksichtslose Zeitgenossen

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In Langenholthausen hatte die Katholische Landjugendbewegung die Aktion Saubere Landschaft organisiert. Aus diesem Grund waren in dem Balver Ortsteil besonders viele Jugendliche im Einsatz.

Balve - Ihre Freizeit opferten am Samstag etwa 100 ehrenamtliche Helfer, die sich in den Dienst der Aktion Saubere Landschaft in Garbeck, Langenholthausen und Mellen gestellt hatten.

Besonders viele Kinder nahmen in jedem Ortsteil teil. Das war sehr erfreulich, denn zum Bedauern der Helfer zeigte sich erneut, wie notwendig diese Aktion ist: „Es ist erstaunlich, wie viel Müll wieder gesammelt wurde“, stellte ein Helfer in Langenholthausen fest. Und diese Aussage traf auf alle drei Balver Ortsteile zu. Obwohl vor den Themen Mülltrennung- und -vermeidung heutzutage niemand mehr die Ohren verschließen kann, füllten sich die zu Beginn ausgegebenen Mülltüten wieder sehr schnell.

In Mellen zum Beispiel brauchte Manuel Hermanns nicht lange nach Abfall in der Grünanlage vor der St. Barbara-Kirche zu suchen. Leere Zigarettenschachteln, Bierdosen und Flaschen waren hier entsorgt worden. „Hiermit bin ich erst einmal beschäftigt“, stellte er kopfschüttelnd fest. An anderer Stelle, am Burgberg, zogen die Jugendlichen Jason Hausmann und Johannes Diener einen Autoreifen aus dem Graben. Die Freunde legten ihr Fundstück am Straßenrand ab, und zogen mit ihren Müllsäcken weiter die Straße hinunter.

Einen defekten Regenschirm entdeckten Kinder auf dem Gelände der Garbecker Grundschule. Andere Mädchen und Jungen fanden in ihren Suchgebieten Dosen, Flaschen und Zigarettenkippen sowie Kunststoff in jeglicher Form. „Schon wieder“, ärgerten sie sich über den Umgang mancher Zeitgenossen mit der Umwelt. In Langenholthausen holten die Helfer eine alte Fahrradluftpumpe aus einem Straßengraben.

Belohnt wurden die Helfer, die allerorts mit ihren Warnwesten und Mülltüten schon von weitem zu erkennen waren, am Ende der Aktion mit Würstchen und Getränken.

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