Möglichkeiten wie Retten aus Höhen und Tiefen oder Bau und Einbau von Nistkästen

THW freut sich über Westnetz-Trafostation

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Die Firma Westnetz übergab ihre Trafostation nun an das Technische Hilfswerk, das es unter anderem für Übungen nutzen möchte.

Eisborn - Diese Unterstützung ist im Sinne des THW: vor einem Jahr wurde der Kriechtunnel hinter dem Gerätehaus in der Glärbach von einer Spende durch Westnetz mit ermöglicht, am Montag übergab der Energieversorger offiziell die Trafostation an der K39 vor Eisborn.

„Hiermit stehen uns Möglichkeiten wie Retten aus Höhen und Tiefen, aber auch der aktiven Jugendarbeit wie Bau und Einbau von Nistkästen und Einflugöffnungen zur Verfügung“, sagte dazu Tobias Weber, Jugendbetreuer. Viele aus der Jugendabteilung sind mit vor Ort, dieses Domizil in Augenschein zu nehmen. Etwa 15 Meter ist diese Trafostation in Turmform hoch, innen ist die zweite Etage über eine Leiter zu erreichen.

Bis 2015 war diese 10 KV-Station noch in Betrieb, Häuser in der Grübeck und Eisborn mit Strom zu versorgen. „Die Schaltanlagen waren weitgehend auf dem Stand von 1920, dem Baujahr dieser Station“, erklärte Reinhard Igel, Westnetz-Bauleitung, zur Entscheidung, warum es sinnvoll war, 100 Meter weiter eine neue Kompaktstation zu errichten. 200 000 Euro haben die Umbaumaßnahmen gekostet.

Reinhard Igel, der mit seinem Fachdienstkollegen Wilhelm Rademacher und dem Verantwortlichen für die Liegenschaften, Andreas Steffen, dem THW alle entsprechenden Unterlagen für die Immobilie übergaben und viel Erfolg mit dem neuen Eigentum wünschten, waren zufrieden mit dieser neuen Nutzung. Eingereicht wurde vom THW ein umfangreiches Konzept für das „Projekt Multifunktionsturm“, das überzeugte.

Der Kontakt kam über Kollegen zustande. Reinhard Igel: „Ein Umbau wäre viel zu aufwändig gewesen – für Westnetz stand eine Trennung von dieser alten Anlage fest.“ Da kam die Neunutzung gerade recht. Mit der THW-Helfervereinigung fanden die Gespräche über den Kauf statt, der die Kasse mit 1 Euro belastete. Inzwischen ist die Trafostation mit dem 53 Quadratmeter großen Grundstück auch umgeschrieben.

Andreas Steffen hat in der Liegenschaftsabteilung die Geschichte recherchiert: 1920 von den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen auf einem Teil des Grundstücks von Bauer Cordes gebaut, wurde dieses 1964 auch gekauft. Westnetz trug sich mit dem Gedanken, dieses Gebäude abreißen zu lassen. Tobias Weber war froh, zugeschlagen zu haben, als das Gespräch auf diesen Turm kam: „Ich fand immer den Standort des Station an der Höhle für unsere Zwecke ideal. Jetzt ist dieser Traum an anderer Stelle wahr geworden.“ Unter Denkmalschutz steht das Turmhaus nicht, so dass dem THW jetzt viele Nutzungsmöglichkeiten offen stehen werden.

Zur Anschubfinanzierung stellt der Energieversorger aus einem Fördertopf 4000 Euro zur Verfügung. Weber: „Auch ein Museum oder Ausstellungsraum wären umsetzbar.“ Aber zunächst stehen Gedanken über eine neues äußeres Erscheinungsbild an. Im Raum Hemer-Sundern-Balve hat Westnetz etwa 900 Netzstationen in Betrieb. Nach und nach weichen die in die Jahre gekommenen Turmstationen den Kleinst- oder Kompaktstationen. Manche finden neue Eigentümer, deren Ideen im Buch „Von Turm zu Turm“ dokumentiert sind. Die Trafostation in Mellen gehörte nach anfänglichem großer Neugier im Dorf nicht dazu. Wilhelm Rademacher: „Keiner der Vereine hat daran Interesse gezeigt.“

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