1300 Gäste bestaunen Modelle in 1:87

Der befürchtete Gewöhnungseffekt der Organisatoren der Modellbauausstellung blieb aus: Es kamen zwischen Weihnachten und Neujahr sogar 300 Gäste mehr in den Güterschuppen.
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Der befürchtete Gewöhnungseffekt der Organisatoren der Modellbauausstellung blieb aus: Es kamen zwischen Weihnachten und Neujahr sogar 300 Gäste mehr in den Güterschuppen.

Balve - Modellbau ist für viele Menschen mehr als nur ein Hobby. In feiner Kleinst-Arbeit werden Personen, Fahrzeuge, Bäume und Sträucher so angeordnet, dass kleine Miniaturstädte entstehen. Im Zentrum der Konstruktionen stehen aber in der Regel die Eisenbahnen, die auf Schienen ihre Runde drehen – so auch bei der vierten Modellbauausstellung im Güterschuppen in Binolen.

Um die 1000 Besucher, und damit 300 mehr als im vergangenen Jahr, wurden bei der Modellbahnausstellung im Güterschuppen in Binolen gezählt. Über dieses große Interesse an der inzwischen vierten Ausstellung zwischen Weihnachten und Silvester freute sich die Modellbahngruppe um Alfons Blumenkamp und Gerd Humme. Diese bekamen viel Lob für die detailreiche Darstellung der Strecke von Neuenrade bis zum Uhu-Tunnel und zurück.

Auf 45 Metern zeigten die Modellbauer die Hönnetalbahn in den 60-er Jahren, und dies nicht nur auf den Schienen im Maßstab 1:87 (HO), sondern auch in den vielen Nebenhandlungen auf den Bahnhöfen und Haltepunkten wie Neuenrade, Garbeck, Balve, Sanssouci, Volkringhausen und Binolen.

Es wurde Kalkstein, Grubenholz und Stückgut be- und entladen, auf Züge gewartet; auf den Wegen und Straßen entlang der Bahnstrecke waren Spaziergänger und Fahrradfahrer unterwegs. An einem Kiosk parkte ein VW-Käfer und auf der Hönne fuhren Kanuten. Für die älteren Besucher war der Wiedererkennungswert nicht nur bei der Betrachtung der Bahnhofsanlagen groß, sondern auch zum Beispiel die „Vaterland“-Räder in Neuenrade oder die Bienenhütte von „Ruschepauls Karl“, später „Pütters Karl“, gegenüber vom Balver Bahnhof. Daneben fuhren mit Licht und Geräuschen die Dampfzüge, Dieselloks und die roten Schienebusse.

Der Aufwand, diese Anlage aufzubauen, war auch im vergangenen Jahr wieder groß: Mehr als drei Wochen dauerten die Arbeiten, diese Modellbahnanlage als eine große Einheit darzustellen.

Hoher Besucherstrom

Im inzwischen vierten Jahr in Folge waren aber die Modellbauer anfangs doch skeptisch gewesen, ob denn nicht inzwischen schon ein Gewöhnungseffekt eingetreten war. Dann aber wurden sie schon am ersten Ausstellungstag eines Besseren belehrt, als der Besucherstrom (über 200 Gäste wurden gezählt) den ganzen Tag über nicht abriss.

So war es dann auch auch bis zum 30. Dezember; es waren neue Besucher dabei, aber auch viele Ehemalige, die sich immer wieder aufs Neue von der Eisenbahnwelt begeistern lassen.

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