Mellener Schützenfest beginnt am Samstag

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Die Verantwortlichen der Mellener St.-Hubertus-Schützenbruderschaft präsentieren den diesjährigen Vogel, mit dem beim Schützenfest, welches an diesem Wochenende startet, ein neuer Regent ermittelt werden soll.

Mellen - Das letzte Schützenfest im Stadtgebiet steht an: In Mellen wird von Samstag, 6., bis Montag, 8. August, gefeiert und auch dieses Mal werden sich dort alle Schützenfest-Begeisterten treffen, um eine interessante Saison zu verabschieden.

„Wir freuen uns, Gastgeber sein zu dürfen“, sagte Markus Blöink, der in diesem Monat sein erstes Schützenfest als 1. Vorsitzender mitfeiern wird. Auch für Vikar Tobias Kiene ist dieses Fest ein besonderes, denn als neuer Präses ist auch er alle drei Tage mit dabei: „Ich freue mich auf viele Begegnungen“, sagt der Geistliche. 

Diese beginnen am Samstag um 16.30 Uhr, wenn die Schützen mit musikalischer Begleitung durch den Musikverein Balve an der Halle antreten. Sie werden von dort aus losziehen, um den Vogel abzuholen. Bei dieser Gelegenheit wollen sie auch Bürgermeister Hubertus Mühling und Ortsvorsteher Marco Voge mit in den Festzug aufzunehmen. 

Mit kühlen Getränken erwartet das Königspaar Nils Vedder und Marlen Gispert die Festgesellschaft. Ab 18.30 Uhr findet die Messfeier in der St.-Barbara-Kirche statt. Es schließt sich die Totenehrung an. Ab 20 Uhr geht der Große Zapfenstreich auf dem Sportplatz mit den Musikern aus Balve und Eisborn über die Bühne – „zum ersten Mal mit einer Serenade“, verriet Schriftführer Marco Voge. „Und auch diesmal haben alle, die bis 20 Uhr kommen, freien Eintritt“, betont Voge weiterhin. 

Dies gilt auch für die Nutzer des Buspendelverkehrs, der ab 18.45 Uhr in Volkringhausen beginnt, und danach Beckum, Balve, Mellen, Garbeck und Langenholthausen anfährt. Die Rückfahrt findet ab 1 Uhr statt. Der Samstagabend wird, wie alle Schützenfest-Abende, von der heimischen Band Mammuts gestaltet.

Frühschoppen und Ehrungen gehören seit jeher zum Sonntag. Sie finden ab 10.30 Uhr statt. Jubelpaare sind diesmal Bernhard und Agnes Cordes, beide regierten vor 50 Jahren und sind bereits verstorben, sowie Josef und Wilma Cordes, die vor 25 Jahren das Mellener Königspaar stellten. 

Der Festzug setzt sich ab 14.30 Uhr in Bewegung, dann mit musikalischer Unterstützung der Balver, Eisborner und Langenholthausener. Aus Sicherheitsgründen werden Oberst und Adjutant erstmals zu Fuß gehen, denn während der Jahreshauptversammlung sprach sich eine Mehrheit für einen Verzicht auf Pferde aus. Damit geht eine jahrzehntelange Tradition zu Ende. 

In der Schützenhalle finden danach Königs- und Kindertanz, abends wieder Live-Musik und Tanz statt. Spannend soll es am Montag werden, wenn die Schützenbrüder ab 9.15 Uhr vom Feuerwehrhaus zur Vogelstange marschieren, um dort den neuen König auszuschießen. Wie im vergangenen Jahr findet das Schießen auf einer mobilen Vogelstange statt. Gegen 13 Uhr soll der neue Regent in der Halle proklamiert werden, um 17 Uhr soll das Königspaar abgeholt werden. 

Der scheidende Regent Nils Vedder kann nur alle Mellener ermutigen, in ihrem Dorf König zu werden – auch, wenn sein Entschluss im vergangenen Jahr sehr spontan war. Vier Minuten vorher hätte er die Entscheidung für sich erst getroffen, diese aber keine Minute lang bereut. „Wir haben ein geiles Jahr gehabt“, blickt er zurück. Mit ihrem Hofstaat hätten die Majestäten während ihrer Regentschaft 25 Schützenfesttage gefeiert. „Ich kann nur jedem raten, auf den Vogel zu schießen, denn in das Königsein kann man sich nicht reindenken. Das muss man einfach erleben“, appelliert Vedder an all seine Schützenbrüder. 

Auch der Königstaler sei ein großer Ansporn, mitzumachen. Außerdem: „Man hat einen Top-Vorstand an der Seite, der einen nicht alleine lässt.“ Wichtig sei, dass der König „zu nichts gezwungen“ werde, was Geld kostet. Es würden einem vielmehr viele Freiheiten gelassen. Bis zuletzt haben die Schützenbrüder daran gearbeitet, alle Posten für die Absperrung der Straßen bei den Festzügen zu besetzen, denn die Langenholthausener, die als Musiker auf den Mellener Straßen marschieren, können diese Hilfe personell nicht stemmen. Nach der Schützenfestsaison werden alle Bruderschaften über ihre Erfahrungen zum Straßensicherungskonzept an den Festtagen diskutieren.

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