Matinee im Güterschuppen Binolen mit VokalArt und Skacapella sehr gut besucht

Helle Frauenstimmen setzen einen gelungenen Kontrast

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Pia und Johanna Schmoll, Maike Hawighorst und Teresa Meier zu Farwig sind gemeinsam Skacapella. Die Sängerinnen sangen gemeinsam mit dem Männerchor, trugen allerdings auch einige Stücke alleine vor.

Binolen - Die „Abfahrt 11 Uhr Gleis 1“ am Sonntagmorgen übertraf mit 120 Teilnehmern die Erwartungen des Veranstalters. Für die unter diesem Motto stattfindende Matinee im Güterschuppen des Bahnhofes Binolen hatte der Förderverein Kulturbahnhof mit höchstens 40 Zuhörern gerechnet – doch es kamen viel mehr.

Um dem Andrang gerecht zu werden, machten sich die Organisatoren daran, weitere Stühle bereit zu stellen. Schließlich war auch der letzte der 50 zusätzlichen Stühle besetzt – und immer noch mussten einige Gäste stehen. Es war voll im Kulturbahnhof, und auch deshalb fand eine ursprünglich nicht vorgesehene Pause statt, die dem Publikum und den Sängerinnen und Sängern aber sichtlich gut tat.

Akustisch füllten zwölf Sänger des Chores VokalArt Menden mit ihren dunklen Stimmen den Saal, die vier jungen Damen von Skacapella – Pia und Johanna Schmoll, Maike Hawighorst und Teresa Meier zu Farwig – setzten mit ihren hellen Frauenstimmen den gelungenen Kontrast dazu.

17 Lieder standen auf dem Konzertprogramm – dem ersten in Binolen. Musikprofessor Michael Schmoll gestaltete die Matinee, für die er viele der Arrangements geschrieben hatte, am Klavier mit. „Es sollte eine Mischung aus Solisten- und Chorgesang für Frauenchor und Männerchor mit eigenen und gemeinsamen Auftritten werden“, brachte Professor Schmoll, der Vorsitzende des Fördervereins Kulturbahnhof, seine Idee auf den Punkt.

Wichtig war dem Musikprofessor, dass neben modernem Liedgut auch Volkslieder gesungen werden. „Es waren zwei Königskinder“ stand dabei ebenso auf dem Programm wie „Rundgesang der Zecher“, „Run to you“, „Der Betrogene“, „Wie kann es sein“, „Michelle“ und auch „Leningrad“.

Der offizielle Teil des Konzertes mit dem von beiden Chören gesungenen „And so it goes“ läutete aber noch nicht das Ende ein, denn der stehende Beifall motivierte die Sängerinnen und Sänger zu einer Zugabe, dem „Earthsong“. Diesem, so wollte es das Publikum auf jeden Fall, sollte ein weiterer folgen. „Halleluja“ von Leonhard Cohen setzte den Schlusspunkt dieser Konzertveranstaltung, die alle Erwartungen übertroffen hatte.

„Ich bin begeistert vom Ambiente und dem Publikum“, sagte Professor Schmoll. Er meinte: „Und bei so vielen Leuten war eine Atempause auch dringend erforderlich.“ Im Rahmen der Pause hatten die Eisenbahnfreunde natürlich erfrischende Getränke gereicht.

In unregelmäßigen Abständen soll der Güterschuppen wieder zum Kulturbahnhof werden, verriet der Musikexperte. Erst wieder im Januar oder Februar solle dann eine Kleinkunstveranstaltung in Binolen stattfinden.

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