Martin Kampmann regiert in Garbeck

Martin Kampmann regiert die Garbecker Schützen.

[Update 17.25 Uhr] Garbeck - Mit dem Ehrenschuss eröffnete der scheidende König Roland Geuyen am Montag um 10.02 Uhr das Vogelschießen. Erst um 13.15 Uhr – nach dem 282. Schuss – stand fest, dass Martin Kampmann das Garbecker Schützenvolk regieren wird.

Überglücklich schloss der 57-Jährige, der seit 2007 regelmäßig zu den Königsanwärtern gehört, seine Ehefrau Beatrix in die Arme. Vorausgegangen war ein Beschluss der Schießmeister Heinz und Gerold Vogel sowie Oberst Manfred Schwermann und dem Vorsitzenden Hubertus Schulte, dem Wettbewerb nach dem Schuss von Kampmann ein Ende zu setzen. „Aus Sicherheitsgründen“, teilte Heinz Vogel dem geduldig ausharrenden Schützenvolk mit. Immer wieder versetzten Windböen den Kugelfang in so starke Bewegungen, dass ein sicheres Zielen erschwert wurde. „

Warte doch, bis der Kasten am Gewehr vorbeikommt“, gaben sich die Königsanwärter Martin Kampmann, Sebastian Bertsch und Georg Pütter einen entscheidenden Tipp, der immer wichtiger wurde, je kleiner die Adlerüberreste im Kugelfang wurden. Letztlich war es ein „Streichholzschießen“. „Ich gönne es Martin“, sagte Sebastian Bertsch, den das Jagdfieber gepackt hatte. Georg Pütter war 2004 schon einmal König, er wollte es noch einmal versuchen. Auch seine Sympathien galten Martin Kampmann.

Martin Kampmann regiert das Garbecker Schützenvolk

Noch nie hatte das Königsschießen in Garbeck so lange gedauert. Vor 35 Jahren erlegte Detlef Stücken den Vogel gegen 13 Uhr, nachdem der Aar ein Stück gesenkt worden war. Am Montag wurde der Vogel gleich zwei Mal abgelassen, und auch der mehrmalige Austausch der Waffen war erforderlich. Und während fleißig geschossen wurde, rollte hinten an den Bierständen der Fässernachschub aus der Schützenhalle an.

Um die 180 Schuss war die bisher höchste Schusszahl, die stolze Anzahl von 282 stellt diese jetzt in den Schatten. Dennoch blieb es spannend.

Der Ehrenvorsitzende Bernward Lösse sicherte sich bereits mit dem siebten Schuss die Krone, Fabian Kolz raubte dem Aar den Apfel (14. Schuss), Guido Schmoll das Zepter (35. Schuss). Björn Bender holt mit dem 116. Schuss den rechten Flügel, Georg Pütter mit dem 168. Schuss den linken Flügel aus luftiger Höhe. Nach dem 219. Schuss wurde der Kasten eine Stufe herunter gedreht und das Gewehr neu eingestellt; noch eine Stufe tiefer ging es nach dem 278. Schuss. Doch es war bis zum Beschluss der Verantwortlichen kein Ende in Sicht.

Der neue Regent Martin Kampmann bedankte sich bei den Garbecker für die Unterstützung in seiner Zeit als Königsanwärter, und wünschte allen ein tolles Schützenfest. „Heute lassen wir es krachen“, sagte er zu Robert Heite, dem musikalischen Leiter der Festmusik.

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