Malteser könnten Altenheim St. Johannes übernehmen

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MHD-Stadtbeauftragter Markus Ickler ist ratlos, wieso die Johanniter künftig die Sterbebegleitung im Altenheim übernehmen – und nicht die ortsansässigen Malteser.

Balve - Der Malteser Hilfsdienst Balve könnte sich vorstellen, die Trägerschaft des Altenpflegeheims St. Johannes zu übernehmen. Deren Vertrag mit den Katholischen Kliniken läuft Ende 2018 aus.

Markus Ickler ist Stadtbeauftragter des MHD-Balve. Er kann auf dem Weg in sein Büro fast das Altenpflegeheim St. Johannes in den Blick nehmen. Nicht einmal 100 Meter sind die beiden Standorte am Dechant-Löcker-Weg und Brucknerweg voneinander entfernt – und vielleicht könnte diese Nachbarschaft, die bisher eher locker gepflegt wurde, ab 2019 sehr intensiv werden.

 „Die Malteser Deutschland gGmbH zeigt sich interessiert daran, die Trägerschaft des Altenpflegeheims zu übernehmen, wenn der Vertrag der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis mit der St.-Blasius-Gemeinde in zwei Jahren ausläuft“, bringt Ickler seine Institution ins Gespräch. 

„Die Malteser Deutschland gGmbH ist eine der 20 größten Träger von Altenpflegeeinrichtungen“, erläuterte der Stadtbeauftragte. Hinter der gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung stehe eine große Gemeinschaft von Haupt- und Ehrenamtlichen, die durchaus auch eine Rolle in Balve spielen könnte. „Aber noch ist alles ergebnisoffen“, stellt er den Stand der Dinge dar, deren weiteren Verlauf er „positiv gegenüber“ stehe. 

Markus Ickler nimmt dabei Bezug auf eine Veranstaltung im Altenpflegeheim, bei der die Presse noch vor dem Kirchenvorstand von den Plänen für einen geplanten Anbau erfahren hatte (wir berichteten). Erst kurz vorher und dann noch über Flurfunk erfuhr das dazu nicht eingeladene Entscheidungsgremium der Kirchengemeinde von dem Treffen. Nach Absprache mit Pfarrer Andreas Schulte nahmen zwei Mitglieder daran teil.

Nach dem Gespräch wurde offen darüber nachgedacht, den noch bis Ende Dezember 2018 laufenden Vertrag mit den Katholischen Kliniken mit einem anderen Träger weiterzuführen. Abgehakt sei für Ickler, dass sich das Altenpflegeheim auf der Suche nach einem starken Partner für die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Sterbebegleitung für die Johanniter entschieden hat. Warum dabei nicht die benachbarten Malteser, die seit mehreren Jahren dieses Angebot mit qualifizierten Mitarbeitern durchführen, dabei ins Gespräch kamen, sei ihm ein Rätsel. Die evangelisch orientierten Johanniter müssen das Personal aus Iserlohn kommen lasen. Die Malteser dagegen hätten direkt vor Ort agieren können.

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