Magisches, Feuriges und Zauberhaftes

Wahnwitzige Zeitmaschinen zogen die Blicke der Festbesucher auf sich: Überall blinkte und fiepte es. - Fotos: Kolossa

Wocklum - „Dieses Mal spielt das Wetter mit – dabei lässt es sich doch viel besser feiern“: Mit diesen Worten eröffnete Landrat Thomas Gemke am Samstag die elfte Auflage von „Luise heizt ein“. In den vergangenen sechs Jahren hatte es bei diesem Fest Dauerregen und Schmuddelwetter an der Luisenhütte gegeben.

Geboten wurde am Wochenende nun eine „Zeitreise unter Dampf“, bei welcher das Wocklumer Industriedenkmal in die viktorianische Zeit um 1900 zurückversetzt wurde.

In Szene gesetzt wurde diese Zeitreise mit Stelzenläufern, dampf- und zahnradbetriebenen Zeitmaschinen, einem Tiefsee-U-Boot, Theater, Musik und vielen Aktionen von Mitgliedern der Steampunk-Szene. Die Kleidung dieser Frauen und Männer schien nicht in die heutige Zeit zu passen: Bis hin zu den Accessoires war alles auf das viktorianische Zeitalter abgestimmt.

Eine Brille reichte nicht, es wurden zwei oder drei übereinander getragen, aus den Hüten qualmte es und einer fuhr in einem Kinderwagen ein Gehirn mit sich herum. Viele technische Ideen wurden vorgestellt, über die nur gestaunt werden konnte.

Überall blinkte und fiepte es. Die Aufführungen mancher Aktionskünstler hatten es wahrlich in sich. So stellte ein durchaus seriös wirkender Herr angeblich dar, wie er aus den Ingredienzien Licht und Musik Whiskey herstellte: „Ja, es kommt auf die Qualität des Leitungswassers an“, verriet er – und schmunzelte. Aber auch die Impulse durch die elektrischen Wellen seien entscheidend, gab er ein weiteres Geheimnis preis. Gerne ließ er die dunkle Flüssigkeit, die er in Reagenzgläser abfüllte, probieren. „Da ist aber was dahinter“, waren die erste Wort eines Besucher, nachdem er nach Luft geschnappt hatte.

Zauberhaft war es bei den Vorstellungen von Professor Abraxo, der eine tolle Show bot, in welcher Gegenstände verschwanden und wieder auftauchten. Auch konnte Abraxo scheinbar Gedanken der Probanden aus dem Publikum lesen. Zum Schluss zauberte er eine Schlange hervor; diese und zwei weitere durften von ganz Mutigen dann auch um den Hals getragen werden.

Nach sechs Stunden folgte eine Feuershow, die auf der griechischen Mythologie fußte. Danach löste sich beim Feuerwerk alles in Schall und Rauch auf.

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