Mädchen lernen technische Berufe kennen, Jungen erkunden Kita und Schule

Am Girls’ and Boys’ Day in die Berufswelt reinschnuppern

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Sieben Schüler verbrachten ihren Boys’ Day in einem Kindergarten und kümmerten sich um die Kleinen.

Balve - „Das macht hier richtig Spaß“, ist Mailine Kubat zufrieden mit ihrem Girls’-Day-Platz. Die Achtklässlerin der Realschule hat sich den Karosserie- und Lackierfachbetrieb Opitz ausgesucht und zieht eine positive Bilanz. Ihr Schulkamerad Gabriel Philipp sagt dazu: „Es ist hier entspannter als in der Schule.“ Mailine nickt bestätigend.

Mädchen lernen typische Männerberufe kennen, Jungen dagegen Frauenberufe, so die Idee des seit 15 Jahren in Balve praktizierten Girls’ und des sechsten Boys’ Days. 84 Real- und 45 Hauptschüler des achten Jahrgangs schnupperten diesmal in 50 verschiedene Betriebe und Einrichtungen. Dass diese wieder in dieser Zahl zur Verfügung gestellt wurden, war Roswitha Schubert zu verdanken. Zum letzten Mal hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Balve diese große Veranstaltung vorbereitet, denn im August geht sie in den Ruhestand. Michael Bathe dankte ihr während des Abschlussgespräches im City-Café für die vielen Jahre und das positive Feedback der Schulen darauf.

Bis auf einige wenige Schüler, die wegen unentschuldigten ganztägigen Fernbleibens ein intensives Gespräch mit ihrem Lehrer führen werden, war der Verlauf des Girls’ and Boys’ Days wieder positiv. „Den Mädchen und Jungen muss Verantwortung gegeben werden“, sagte Nina Fröhling, Schulleiterin der Realschule. Einige Schüler haben sich nach diesem Tag bereits für ein Praktikum vormerken lassen.

Die Arbeitswelt begann für manche Teilnehmer in den Bäckereien Tillmann und Grote schon um 4 Uhr in der Früh. Die Schüler konnten in den Backstuben den Entstehungsprozess der Backwaren hautnah verfolgen.

Technisch gefordert waren die Mädchen beim Unternehmen Paul Müller. Mit den Auszubildenden Mashar Ata und Moritz Vorsmann durften sie Gewinde in eine vorgebohrte Platte schneiden, deren Bohrungen die Buchstaben PM ergaben, und einen Porsche lackieren. In anderen Betrieben nahmen die Schüler Uhren oder Dampfwalzen mit nach Hause.

Einige andere Schüler entschieden sich dazu, wieder zurück in die Schule zu gehen. Sie absolvierten ihren Girls’ and Boys’ Day an ihren ehemaligen Grundschulen in Balve, Beckum oder Garbeck. Doch diesmal waren sie die „Großen“ und begleiteten die Grundschüler im Sport- oder Matheunterricht. Der Realschüler Fabian Rapp war einer von sieben Jungen, die den Tag im DRK-Kindergarten in Langenholthausen verbrachten. Die Kleinen waren von ihm und den anderen ganz begeistert und bezogen sie in alles mit ein: Forschen, Basteln und Fußballspielen standen ganz hoch im Kurs. Aber auch das Unterhalten mit den Allerkleinsten, den Zweijährigen, gehörte zu dem ereignisreichen Tag. Alex Probst fasste es gut zusammen: „Das macht Spaß.“

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