KFD-Basar-Ära endet nach 45 Jahren

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Die Basar-Besucher waren begeistert von dem Angebot der Garbeckerinnen. Diese hatten allerdings mit den Vorbereitungen für den 45. Basar zu viel Arbeit: Nur noch sechs Frauen gehörten dem Team an.

Garbeck - Die Basar-Gruppe der KFD Garbeck hatte für den 45. und zugleich letzten Basar ihr Bestes gegeben.

Kränze, Gestecke, Nikoläuse und Schneemänner aus Holz und Beton, Weihnachtsbäume aus Filz, Kerzen- und Teelichthalter, Marmeladen, Liköre, Mützen, Schals, Socken und Handschuhe in vielen Größen und Farben warteten am Sonntag im Pfarrheim nicht lange auf neue Besitzer.

 Nach dem Hochamt strömten die Kirchenbesucher so zahlreich ins Pfarrheim, dass nach einer Stunde schon deutliche Lücken im Bestand zu sehen waren. „28 Kränze und 30 Adventsgestecke haben wir gebastelt – der größte Teil ist schon weg“, sagte Gundhild Busche, eine der Frauen, die seit 1972 mit dabei war. 

15 Frauen waren es damals, die viele Jahre ein Team bildeten. Spaß habe die Arbeit gemacht, viel wurde gemeinsam geschafft. Als sich immer mehr Frauen aus Krankheitsgründen abmeldeten, blieben zuletzt noch sechs übrig. Sie stemmten gemeinsam diesen letzten Adventsbasar, um noch einmal Projekte in Kenia, dem Sudan und Peru, aber auch den De-Cent-Laden in Balve zu unterstützen.

 Insgesamt 130 000 Euro kamen in 45 Jahren für diese, aber auch andere Projekte wie die Lepra-Hilfe zusammen. Viel Geld, mit dem vielen Menschen geholfen wurde – das macht die aktiven Damen stolz. „Aber jetzt ist Schluss“, erklärt Gundhild Busche, die sich innerhalb der Katholischen Frauengemeinschaft um die Finanzen kümmert. 

Sie und Michaele Pütter, Martina Klein, Petra Gahrtmann-Fischer, Elvira Engel, Gabi Kaiser sowie Monika Vielhaber, die für Marmeladen und Liköre verantwortlich zeichnete, hatten in diesem Jahr zu kämpfen: Seit dem Schützenfest hätten sie gebastelt, gesteckt, geklebt, gefilzt, gehäkelt und gestrickt. „Es war viel Arbeit – viel zu viel Arbeit für so wenig Helfer“, stellte Busche fest. Ein Hilferuf im Oktober blieb ungehört. Jetzt bleibt auch die Basar-Gruppe konsequent.

 Noch einmal wird abgerechnet, die Gesamtsumme aufgeteilt und der Anteil an die Begünstigten überwiesen. Die Frauen danken allen Helfern, auch denen, die für Kaffee, Kuchen und Torten gesorgt haben.

 Vom Einsatz für die gute Sache will sich die KFD aber nicht gänzlich verabschieden.„Im kommenden Jahr nehmen wir noch Bestellungen für Kränze und Gestecke an“, erklärt Gundhild Busche. Und im Rahmen der Elisabeth-Feier sollen Marmeladen und Likören verkauft werden.

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