"Kleine Luise" ist auf einem gutem Weg

Spielen, Klettern und Krabbeln – zum Austoben und Entdecken finden die Kinder an der „Kleinen Luise“ viele Möglichkeiten.

Wocklum - Der Erlebnisspielplatz „Kleine Luise“ nimmt Gestalt an: Auf der Möllerrampe geht es hinauf zum Hochofen, dort startet die Rutschpartie. Fast sieben Meter hoch ist das Hauptspielgerät, das in seiner vollen Größe zu bestaunen ist. Bis zur endgültigen Eröffnung müssten allerdings noch letzte Handgriffe getan werden, so Hendrik Klein, Sprecher des Märkischen Kreises: „Die Luise ist auf einem guten Weg.“

Zum Aufbau der Hochofenanlage im Kleinformat war schweres Gerät im Einsatz. Auch der Abbau der alten Spielgeräte, die nun in Mellen erneute Verwendung finden, bedeutete viel Arbeit. In Wocklum fanden im weiteren Verlauf der Baumaßnahme viele Erdbewegungen statt, um den Untergrund an die neuen Anforderungen sicherheitsgemäß anzupassen. Auch Versorgungsleitungen und eine Drainage wurden gelegt. Hierfür wurde tief gegraben – teilweise trugen die Arbeiter das Erdreich bis zu 60 Zentimeter ab. Auch sonst blieb kein Stein auf dem anderen bei dem Komplettneubau auf der 15 mal 15 Meter großen Fläche.

Die Spielgerüste, darunter auch die Rutsche, das Wasserrad, die „Muckibude“ und die „Gießerei“, stehen an ihren Plätzen. Dort können Mädchen und Jungen wie damals in der Luisenhütte mit Schubkarren Schüttgut transportieren oder mit Sand und Wasser unter anderem Hebel und Zahnräder in Formen gießen.

Mehr Besucher durch Neubau des Spielplatzes

Der Märkische Kreis hat für diese Erlebniswelt rund 190 000 Euro ausgegeben und hofft dadurch auf mehr Besucher, vor allem junge Familien. Die Kinder sollen das nachspielen, was sie zuvor bei der Führung durch die Luisenhütte gesehen und gehört haben. Dabei soll der erhobene pädagogische Zeigefinger nicht im Mittelpunkt stehen. Die Kinder sollen vor allem Spaß haben und sich an den Spielgeräten austoben. Bis dahin sei allerdings noch einiges zu tun auf der Baustelle, sagt Klein. Unter anderem würden noch Sicherheitsvorkehrungen zum Fallschutz, eine endgültige TüV-Abnahme und der Anschluss der Wasserversorgung fehlen.

Stephan Sensen, Leiter der Museen des Märkischen Kreises, hatte die Pläne zum Umbau der „Kleinen Luise“ bereits vor mehr als einem Jahr vorgestellt. Dieses Unterprojekt des Regionale-Projektes „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“ wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit bis zu 70 Prozent bezuschusst. Den Rest steuert der Kreis aus eingesparten Mitteln eines anderes Projekts bei.

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