3,1 Millionen Euro Fördergeld für Leader bereit

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Regionalmanager Lars Morgenbrod diskutierte nach der Versammlung mit dem stellvertretenden Balver Bürgermeister Alexander Schulte (rechts).

Balve/Neuenrade - „Wir suchen Ideen für Projekte“, rief der Regionalmanager des Vereins Leadersein, Lars Morgenbrod, während der Jahreshauptversammlung am Dienstag die Mitglieder auf, ihre Vorschläge bei ihm einzureichen. Dem Verein, der die Interessen der Städte Balve, Neuenrade, Arnsberg und Sundern vertritt, habe die Landesregierung am 18. März signalisiert, dass die Fördergelder freigegeben sind.

Darüber informierte der Vorsitzende Klaus Peter Sasse die Mitglieder. 80 Personen gehören dem Verein jetzt an, 75 waren es bei der Gründungsversammlung. Sie vertreten Leadersein mit insgesamt 125 000 Einwohnern in vier Städten auf 516 Quadratkilometern.

Bis 2022 stünden Fördergelder in Höhe von 3,1 Millionen Euro abrufbereit. Mit dem Geld sollen Projekte realisiert werden, die vorher bei der Landesregierung vorgestellt werden müssen. Im Internet unter der Adresse www.arnsberg.de/leader/ ist ein Projektsteckbrief zu finden.

Kunstrasenplätze, so berichtete der Regionalmanager, hätten inzwischen keine Chance mehr auf eine entsprechende Förderung. Spruchreif und noch in diesem Jahr umgesetzt werden solle der Generationenpunkt in Altenaffeln. Dieser lag im Steckbrief über der förderungswürdigen Mindestpunktzahl von 45.

Insgesamt 90 Punkte könnten für ein Projekt vergeben werden. Die Bewertung nimmt der Manager in seinem Büro in Balve vor. „Von der Grundidee bis zur Bewilligung ist mit drei bis vier Monaten zu rechen“, steckte er den Zeitrahmen ab. Weiter Projekte, die auf der Startlinie stünden, seien die Dorfkonferenzen und eine bessere Anbindung der Sorpe an die Region. Unterstützung bei seiner Arbeit bekommt Morgenbrod in nächster Zeit von einer Halbtagskraft.

Auf diese Stelle hätten sich auch Personen beworben, die sich zuvor für die Stelle des Regionalmanagers interessiert hätten, so dass der Vorstand aus einem qualitativ hochwertigen Bewerberpool auswählen könne. In diesem Monat seien Gespräche mit den drei besten Bewerbern geplant, weil die Stelle so schnell wie möglich besetzt werden solle.

Verabschieden wird sich der Verein von der eigentlich angestrebten Gemeinnützigkeit, denn um den Titel „e.V.“ führen zu dürfen, müsse Leadersein auch Planungen bewilligen. Dies aber werde nie der Fall sein, berichtete der Vorsitzende; vielmehr würden die Planungen von anderen Stellen genehmigt.

Den Ausschlag gab die Aussage der Rechtsexpertin des Vereins, Cindy Korte: Mehrmals habe sie die Satzung entsprechend überarbeitet, jedes Mal hätte das Finanzamt ein Veto eingelegt.

Die Arbeit aber würde durch das Streichen des e.V.-Zusatzes nicht beeinträchtigt. Einstimmig entschieden die Mitglieder, den Vorstand zu beauftragen, bis zur nächsten Mitgliederversammlung eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten. Oberstes Handlungsziel sei und bleibe die Entwicklung einer kooperativen und lernenden Region, die vorausdenke und vorausgehe, betonte der Regionalmanager.

Die Bürger sollten ihre Heimat mitgestalten. „Nutzen sie die Gelegenheit, unseren Regionalmanager anzusprechen“, appellierte der Vorsitzende Klaus Peter Sasse an alle Interessierten.

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