Langenholthausener Schützen feiern am Wochenende ihr Hochfest

„Ullas“ sieht dem Ende entgegen

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Vogelbauer Carl Grote und seine Helfer präsentieren den Königsaar „Ullas“.

Langenholthausen - 1831 wurde die Schützenbruderschaft St. Johannes Langenholthausen erstmals urkundlich erwähnt – sie kann in diesem Jahr auf ihr 185-jähriges Bestehen zurückblicken. Die größte Feierlichkeit ist das Schützenfest, das am Wochenende stattfindet.

Pünktlich um 16.30 Uhr am Samstagnachmittag will Hauptmann Dominik Cordes die Schützen auf dem Schulplatz antreten lassen, bevor sich alle in Bewegung setzen, um dem Königspaar Dominik und Stefanie Neitzert und weiteren Ehrengästen ein musikalisches Ständchen darzubringen und sie in den Festzug aufzunehmen.

Erster Höhepunkt ist die Schützenmesse, die von Präses Pfarrer Andreas Schulte zelebriert und vom Musikverein Garbeck mitgestaltet wird. Direkt im Anschluss folgt auf dem Kirchenvorplatz der Große Zapfenstreich, zu dem neben dem Musikverein Garbeck auch das Trommlercorps Küntrop aufspielt. Seit 60 Jahren sind die Küntroper fester Bestandteil des Langenholthauser Schützenfestes.

Dann geht es zur Schützenhalle, wo der Schützenvogel auf die Vogelstange gesetzt wird; anschließend spielt der Musikverein Amicitia Garbeck, in der Egerländer-Besetzung abwechselnd mit den Amigos zum Tanz auf.

Höhepunkt ist am Sonntag der große Festzug, der sich um 14 Uhr auf dem Schulplatz in Bewegung setzt. In der Halle steht die Ehrung des Jubiläumskönigspaares Alfons und Marianne Hoberg, die vor 50 Jahren regiert haben, auf dem Programm.

Spannend wird es am Montagmorgen, wenn sich die Schützenbrüder um die Königwürde bewerben und den Aar ins Visier nehmen.

Im Rahmen der anschließenden Proklamation der neuen Regenten, die sich im Festzug um 16.30 Uhr samt Hofstaat präsentieren, werden weitere Jubilare geehrt. Vor 40 Jahren hieß das Königspaar Willi und Edith (†) Kasprik; vor 25 Jahren regierten Johannes Schwartpaul und Andrea Hötger die Langenholthauser Bruderschaft.

Den von Carl Grote erbauten Schützenvogel haben die Langenholthausener am Freitag präsentiert. „Ein schöner Vogel“, lobte Brudermeister Berthold König. Das freute Carl Grote, der das Recht ersteigert hatte, den Vogel bauen zu dürfen. Er erhielt Unterstützung von Nachbarn und Freunden, so dass das Werk an vier Samstagen Gestalt annahm. Auf Details wurde geachtet: der Apfel ist echt, an den Flügeln sind kleine braune Federn angeklebt.

„Ich konnte mich auf meine Helfer verlassen“, sagt Carl Grote. Offiziell abgenommen wurde der Aar vor dem Ratskeller, wo auf das bevorstehende Fest angestoßen wurde. Einen Namen hat der Vogel auch; „Ullas“ steht auf der Schärpe, die der Aar trägt. „Ultras Langenholthausen“ bedeute diese Abkürzung, verriet Grote – und meinte, dass „Ullas“ etwa 80 Schuss aushalten werde.

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