Kulturförderung für Kinder aus sozialschwachen Familien

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Das Thema der Kulturförderung – wurde am Montag im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses diskutiert.

Balve - In Balve soll es ab 2017 einen Kinderkulturfonds geben, in den jährlich 2500 Euro fließen sollen.

Mit diesem Geld soll Kindern bis 14 Jahren aus sozialschwachen Familien der Besuch von Veranstaltungen ermöglicht werden, die Balver Vereine und Institutionen ausrichten.

Im Haupt- und Finanzausschuss stimmten die Christdemokraten am Montag für diesen von ihnen eingebrachten Antrag, der von der SPD-Fraktion insoweit honoriert wurde, dass sie sich der Stimme enthielt und sich nicht dagegen aussprach. Die Nein-Stimme kam von der UWG – der CDU-Antrag ging der Fraktion nicht weit genug. Heinrich Stüeken wollte 3750 Euro für die Kinder-Kulturförderung.

„Es bewegt sich was“, meinte Cay Schmidt, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Nachdem sein Antrag für einen Kulturfonds, in den 25 000 Euro fließen sollten, im Ausschuss Schule, Kultur, Soziales, Sport von der CDU-Mehrheitsfraktion abgelehnt worden war, lobte er jetzt den Schritt der Christdemokraten, Geld für Bedürftige zur Verfügung zu stellen.

Grundlage für den CDU-Antrag war der mehrheitlich abgelehnte Antrag der Festspiele Balver Höhle. 3750 Euro wollte dieser für sein Projekt „Gib jedem Kind ein Stück Kultur“, bei dem die Stadt für jede Aufführung des Kindermusicals in der Höhle ein Kontingent von 50 Karten zu jeweils 7,50 Euro finanzieren und für Kindern ab vier Jahren kostenfrei bereithalten sollte. Damit wollte der Festspielverein den seit einigen Jahren sinkenden Besucherzahlen bei den vormittags für Schulen angebotenen Aufführungen entgegen wirken.

Sinnvoll und konkret sei dieser Antrag, lobte Heinrich Stüeken von der UWG – und das auch im Sinne der Förderung des Kulturverständnisses von Kindern. Grundsätzlich dagegen sprach sich Theodor Willmes, CDU, aus. Er brachte den neuen Antrag zur Abstimmung, mit dem Kindern der Besuch von kulturellen Veranstaltung aller Balver Vereine ermöglicht werden soll.

Bedenken, dass die Verteilung der Karten zu kompliziiert werden könne, zerstreute Bürgermeister Hubertus Mühling. Er versprach so wenig Bürokratie wie möglich. Und so konnte auch die SPD diesem Antrag etwas Positives abgewinnen.

Viel diskutiert wurde auch über das Anliegen der Balver Fairtrade-Steuerungsgruppe. Diese wollte ab 2017 jeweils 2000 Euro jährlich von der Stadt als Zuschuss für Theatergruppen, Referenten, Ausstellungen, Einkaufsflyer und für Werbekampagnen. Dass die Stadt den fairen Gedanken von Anfang an unterstützte, unterstrich der Bürgermeister. Aus diesem Grund stünden auch Räume für die Arbeit der Gruppe bereit. Erfolge waren die erste Zertifizierung im Jahr 2014 und die Re-Zertifizierung in diesem Jahr.

Um diese Entwicklung weiter zu fördern, wollten UWG und SPD der Fairtrade-Steuerungsgruppe entgegenkommen und ihr in den kommenden zwei Jahren jeweils 500 Euro zur Verfügung stellen. Heinrich Stüeken: „Ohne Geld können keine Ideen umgesetzt werden.“ Die CDU lehnte das Vorhaben von SPD und UWG allerdings ab. Die Faitrade-Steuerungsgruppe werde bereits von der Stadt gefördert, da ihr Räume zur Verfügung gestellt würden. Theodor Willmes erinnerte angesichts von Kassenkrediten in Höhe von sieben Millionen Euro ans Haushalten. Fazit: Die Balver Fairtrade-Steuerungsgruppe geht leer aus.

Von Julius Kolossa

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