Kreis in Waben eingeteilt

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Auch am Haus Recke geben neue Informationstafeln nützliche Tipps für Radfahrer.

Balve - „Radeln nach Zahlen“ heißt das Prinzip des neuen Knotenpunktsystems, mit dem der Märkische Kreis für eine wesentlich bessere Orientierung sorgen will. Die Radwege seien in der Fläche optimal vernetzt und einheitlich beschildert, die signalroten, nummerierten „Knotenpunkthütchen“ wiesen den richtigen Weg.

In den kommenden Wochen werde die Radwegweisung noch einmal grundsätzlich geändert. Die rot-weiße Wegweisung werde ergänzt, das Netz umfassender und mit einem Knotenpunktsystem versehen. Dies solle Radlern ganz einfach die Fahrt von A nach B ermöglichen. Dazu werde das gesamte Radwegenetz in Südwestfalen – immerhin mehr als 3000 Kilometer – in eine Art Wabenstruktur eingeteilt.

An den Eckpunkten jeder Wabe ergeben sich Knotenpunkte, die die Waben miteinander verbinden. Von dort aus sei die Weiterfahrt in mehrere Richtungen möglich. Die Knotenpunkte seien nummeriert, damit Radfahrer sich orientieren könnten.

Das System stamme aus den Niederlanden. Auch die angrenzende Radregion Rheinland habe es in den vergangenen Monaten installiert. Die Idee dahinter sei, das Radwegenetz flächendeckend zu beschildern und beliebte Routen wie den Ruhrtalradweg mit neuen wie dem Ruhr-Lenne-Achter oder dem Bigge-Lister-Höhenradweg zu verbinden. Neben der Wegweisung würden an wichtigen Knotenpunkten insgesamt 62 Informationstafeln installiert – in Balve drei.

Sie stünden künftig an der Balver Höhle, der Luisenhütte und am Haus Recke in Binolen. Sie enthielten einen Kartenausschnitt und Infos zum Standort. Mit Hilfe eines QR-Codes gelange der Radler zur Homepage „Radeln-nach-Zahlen“ . In den vergangenen Monaten sei bereits die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert worden So seien großflächige Werbeflächen im Ruhrgebiet installiert, Anzeigen in Fachmagazinen veröffentlicht und ein Imagefilm gedreht worden.

„Radeln nach Zahlen“ ist ein Regionale-2013-Projekt der fünf südwestfälischen Kreise. Die Koordination erfolgt im Projektbüro Radwerkstatt Sauerland-Siegerland-Wittgenstein. Die Kosten für die touristische Vermarktung des Projektes belaufen sich auf 280 000 Euro. Die Mittel stammen zu 70 Prozent aus dem Ziel-2-Programm in Nordrhein-Westfalen und damit aus EU- und Landesmitteln, die restlichen 30 Prozent wurden durch die fünf Kreise in Südwestfalen finanziert. Die Kosten für die rot-weiße Wegweisung und das Knotenpunktsystem im Märkischen Kreis belaufen sich auf etwa 75 000 Euro, davon übernimmt 70 Prozent das Land NRW.

www.radeln-nach-zahlen.de

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