Korn-Umsatz steigt um 600 Prozent

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Dietmar Werner (links), der stellvertretende Kreisvorsitzende, und Amtsoberst Ferdi Schulte ehrten Klemens und Marianne Hering.

Langenholthausen - Für Klemens Hering war es am Samstag eine Überraschung, als der stellvertretende Kreisvorsitzende des Schützenbunds Arnsberg, Dietmar Werner, ihn mit dem „Orden für hervorragende Verdienste“ auszeichnete.

Gewürdigt wurde damit sein Einsatz für die St. Johannes-Schützenbruderschaft, der er seit 1966 angehört. Als Schützenkönig regierte er mit seiner Ehefrau Marianne von 1987 bis 1988; ab 1991 begann seine aktive Zeit im Vorstand. Zunächst war er Offizier, dann von 2001 bis 2011 Adjutant, bevor er aus Altersgründen in die Ehrenabteilung wechselte.

Der Vorsitzende Berthold König blickte auf ein arbeitsreiches erstes Halbjahr zurück: 600 Arbeitsstunden investierten die Schützen, um die Bühne vom Boden bis zum Dach zu renovieren, Fenster auszutauschen und eine neue Beleuchtung zu installieren. Dieses Projekt nahm zwar mehr Zeit in Anspruch als die veranschlagten acht Wochen. Dennoch wurden die Schützen so rechtzeitig fertig, dass keine Hallenvermietung gefährdet war. Außerdem bauten sie den alten Heizungsraum aus und tauschten hinter der Theke das 16 Jahre alte Kühlaggegrat aus. Die Jungschützen erneuerten den Thekenbereich.

Im zweiten Halbjahr steckte der Vorstand viel Zeit in die Planungen für den Toiletten- und Kellerumbau. Die Toiletten sollen aus dem Keller in das Erdgeschoss verlegt werden, die Küche dagegen in den Keller umziehen. Neben der barrierefreien Erreichbarkeit der Toiletten ist ein weiteres Ziel die Vergrößerung der Damentoilette. Der Vorstand rechnet mit drei Jahren Bauzeit; die Kosten schätzt er bei konsequenter Eigenleistung auf 100 000 Euro.

Auch in diesem Sinne wurde der Beitrag auf 20 Euro angehoben – die letzte Erhöhung liegt mehr als 15 Jahre zurück. Außerdem sollen in Zukunft Schützen ab dem 65. Lebensjahr nicht mehr von den Beitragszahlungen befreit werden.

In diesem Jahr werden Carl Grote und seine Nachbarn aus dem Borkeweg den Vogel bauen. Es bleibe zu hoffen, dass diesmal mehr Königsanwärter unter der Stange anzutreffen seien. In 2015, so führte Berthold König in seiner Bilanz des Schützenfestes aus, waren es trotz wiederholten Aufrufs wieder nur wenige Schützen, die König werden wollten. Bei diesem Schützenfest sei der Umsatz von Korn um 600 Prozent gestiegen – dass vor allem Jüngere Geschmack an Fanta mit Korn gefunden hatten, wollte dem Vorsitzenden allerdings nicht recht schmecken.

Finanziell erfolgreicher als seit Jahrzehnten sei das Erntedankfest gewesen, auf dem allerdings der Motorrad-Raser für große Schrecken gesorgt hatte. Der richtige Weg sei es gewesen, vor und in der Halle schnell wieder zur Normalität überzugehen.

Die Jahreshauptversammlung fand zum zweiten Mal in der Schützenhalle und nicht mehr im Kaminraum statt. „Wir hatten mit 104 Schützenbrüdern eine Rekordbeteiligung wie seit Jahrzehnten nicht“, zog Berthold König eine positive Bilanz. Der Musikzug gestaltete den Abend mit.

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