Konzeptplanung: Schloss Wocklum als Ort des Erlebnisses und der Freizeit

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Das Baudenkmal Schloss Wocklum und seine Umgebung sollen langfristig erhalten und erlebbar gemacht werden. Außerdem ist das Ziel eines Konzeptes, die Fortentwicklung als Sport- und Freizeitanlage zu sichern.

Balve - Langfristig das Baudenkmal Schloss Wocklum und seine Umgebung zu erhalten und erlebbar zu machen sowie die Sicherung und Fortentwicklung als Sport- und Freizeitanlage ist das Ziel des Konzepts, das am Mittwoch im Rathaus vom Landsberg‘schen Fachplaner Wolfgang Kerstan, Planungsbüro Lange in Moers, und Verwalter Ralf Groß-Holtick vorgestellt wurde.

Dazu gehören auch die Optimierung der Situation auf den Zufahrtsstraßen, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, eine landschaftsorientierte Gestaltung von Flächen, die Neugestaltung des Schlossparks, die Aufwertung der westlichen Orlebachaue und die Schaffung eines Eingangsbereiches vor dem Schloss. 

Umgesetzt werden soll das umfangreiche Konzept in Absprache mit dem Regionalpan und der Wasserbehörde. Die Einbeziehung der B229 ist ebenfalls Bestandteil dieser Planungen – deren Einmündung und Entschärfung der Kurve als Unfallschwerpunkt wird durch einen Kreisverkehr neu angelegt. Die Detailplanung nimmt Straßen.NRW vor. 

Renaturierung des Orlebachs

Wolfgang Kerstan, Landsberg´scher Fachplaner, und Verwalter Ralf Groß-Holtick stellten das Konzept im Rathaus vor.

Außerdem soll während Großveranstaltungen der Verkehr ab der Wocklumer Mühle nach Balve abfahren, auch ein Geh- und Radweg mit Querung der Mühle soll angelegt werden. In Nähe der Fischteiche hinter dem Reitstadion ist ein neuer Weg als Verlängerung der Wocklumer Allee geplant. 

Renaturiert wird der Orlebach, ein Teil davon soll Amphibiengewässer werden. Neu sind auch 30 Stellplätze für den oberhalb des Schlosses liegenden Trostwald. Auf 14,3 Hektar soll dort eine neue Form der Bestattung angeboten werden. Die insgesamt 27 Maßnahmen umfassende behördlich abgestimmte Konzeption ist, bezogen auf den Flächenbedarf, auf das Balver Optimum als größte Veranstaltung ausgelegt. 

Städtebaulicher Vertrag für Bebauungsplan

Etwa elf Hektar nehmen dafür die Pferdetransporter und Zelte in Anspruch, sieben Hektar die Pkw. Zustimmung erhielt das Werk vom Ausschuss Umwelt, Planung, Bau, dessen Mitglieder dem Rat vorschlagen werden, mit der Landsberg‘schen Zentralverwaltung einen städtebaulichen Vertrag über die Erstellung eines Bebauungsplans für Wocklum, Balve und Beckum abzuschließen. 

Abhängigkeiten von Verfahren 

Für die Verwaltung gelte dann, den Flächennutzungsplan und Bebauungsplan zu entwickeln. Besonderheiten bei der Bauleitplanung seien, nach Angaben von Wolfgang Kerstan, der große Anteil vorheriger Abstimmungen mit vielen unterschiedlichen Fachbehörden und ein sehr starkes Ineinandergreifen und große Abhängigkeiten verschiedener Verfahren auf Ebene der Regional- und Bauleitplanung sowie Fachplanung für Wasser. 

Mittel- bis langfristig kann das Konzept realisiert werden; umgesetzt wird es abschnittsweise. Ralf Groß-Holtick sagte, dass diese städtebauliche Absicherung eine Perspektive zur weiteren Entwicklung von Schloss Wocklum sei: Deren 18 Veranstaltungen von Schlossführungen, mit acht Besuchern, bis Landpartie und Optimum mit bis zu 20.000 Besuchern im Jahr trügen auch zur Bekanntheit der Stadt Balve bei.

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