Klimatour: Stopp in der Antoniushütte

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Britta Spiekermann, Inhaberin der Antoniushütte, stellt Landrat Thomas Gemke, der Klimaschutzbeauftragten Petra Schaller und Michael Bathe von der Stadt Balve ihr Konzept vor.

Eisborn - Um 11.55 Uhr fuhr der Bus am Samstag an der Antoniushütte vor – der Zeitplan für die 2. Klimatour wurde auf die Minute eingelhalten. Mit Landrat Thomas Gemke und der Klimaschutzbeauftragten des Märkischen Kreises, Petra Schaller, dem Energiemanager aus Lüdenscheid und zwei Energierberatern der Verbraucherzentrale waren 29 Bürger aus Neuenrade, Werdohl und Balve unterwegs.

Von Julius Kolossa

„Hiermit sind wir nach der ersten Tour im vergangenen Jahr dem Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligigung nachgekommen“, sagte Petra Schaller.

Nach dem Besuch der Firmen Widi in Lüdenscheid und Schniewindt in Neuenrade stand als dritter von vier Betrieben das Eisborner Restaurant und Hotel auf dem Tourplan.

Inhaberin Britta Spiekermann erklärte, wie in ihrem Haus die Energiewende umgesetzt wird: Die Wärmeversorgung werde durch eine Biogasanlage gesichert, energiesparenden Leuchtmitteln seien im Einsatz und bei den Büffets werde auf eingepackte Marmelade und Butter verzichtet.

Verwendet würden frische Produkte aus der Region, so aus dem hauseigenen Kräutergarten oder von heimischen Landwirten, Jägern und einem Fischereihof. „Respektvoll mit der Natur umgehen“, fasste die Gastronomin das Konzept zusammen. Dazu gehöre auch die E-Bike-Ladestation am Haus, die erste der acht Station, die in Balve installiert wurden.

Bei einer Hausführung erhielten die Klimatour-Teilnehmer Einblick in die Antoniushütte.

Für die Stadt Balve berichtete der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe, wie die Hönnestadt als Ganzes aufgestellt sei. Sechs Windkraftanlagen gebe es hier – und damit die meisten im Märkischen Kreis.

Neben diesen Stromerzeugern werde Energie aus zwei Biogasanlagen sowie aus Wasserkraft und Photovoltaik gewonnen. „Über 30 Prozent unseres Stromverbrauchs decken wir durch regenerative Energien ab“, sagte Bathe.

Gespart werde auch durch Energiesparlampen in den städtischen Straßenlaternen, den Einsatz des Blockheizkraftwerks an der Realschule, sowie Wärmedämmverbundsysteme an der Realschule und am Rathaus: „Balve ist sehr gut aufgestellt.“

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