„Kleine Luise“ ist eröffnet

Den Weg durch einen Hochofen können die Kinder beim Gang durch das Labyrinth nachempfinden. - Foto: Kolossa

Balve - Die 2b und 3b der Balver Grundschule nahmen den Erlebnisspielplatz „Kleine Luise“ an der Luisenhütte genauestens unter die Lupe. Schon vor der offiziellen Eröffnung durch Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Hubertus Mühling waren sie vor Ort und standen Schlange, um in den sieben Meter hohen Hochofen zu klettern.

Die Kleinen kletterten begeistert die Möllerrampe hinauf, balancierten über ein Netz und schlängelten sich über eine Labyrinthtreppe nach oben. Von dort blickten sie in eine Rutsche, in welcher Bewegungsmelder mit Leuchtdioden für Feuereffekte sorgen.

Immer wieder wurde geklettert und gerutscht. „Wie ein Feuerwehrmann“, ließen sich einige an der Stange hinabgleiten. Und für eine sichere Landung sorgt stets der weiche Gummibelag.

Viel Spaß gab es beim „Gussofen“, wo auf Knopfdruck Wasser nach außen strömte. Mit Sand vermischt, von dem es dort reichlich gibt, können unterschiedliche Kunstwerke hergestellt werden. Nur zum Anheben sind dagegen die drei Schubkarren. Holzkohle, Erz und Kalkstein sind darin symbolisch dargestellt – mit verschiedenen Gewichten. „Ganz schön schwer“, staunten die Mädchen und Jungen.

Landrat Gemke sprach von vielen tollen neuen Spielmöglichkeiten, die geboten würden. Bürgermeister Hubertus Mühling betonte den geschaffenen Wert für alle Balver Bürger und hoffte auf eine Attraktivitätssteigerung der Luisenhütte für Familien. Die Grundschüler jedenfalls vergaben nur Bestnoten – ihre Lehrerin hatte Probleme, alle pünktlich einzusammeln und zum Rückweg zu bewegen.

Unter den Ehrengästen war auch der Hausherr der Luisenhütte und Vorsitzender des Fördervereins, Jakob Graf von Landsberg-Velen, sowie von der Südwestfalenagentur Dr. Stephanie Arens, der Referent für Industriekultur vom Städtebauministerium, Ministerialrat Rainer Klenner, sowie Vertreter vom ausführenden Architektenbüro.

Die „Kleine Luise“ ist der bisher zweite in Südwestfalen eingeweihte Spielplatz zum Themenfeld Energie und Technik. Sieben sollen es werden. Stephan Sensen, Leiter der Museen im Märkischen Kreis, wies auf das Drei-Sterne-Projekt der Regionale hin, das an der Luisenhütte als sogenanntes Technikerfahrungsfeld entstanden sei. Die Ideen dafür wurden 2012 in einem Wettbewerb gesammelt. Im Herbst 2014 kam die Förderbewilligung. „Unser Zeitplan wurde eingehalten“, war der Museumsleiter zufrieden.

200 000 Euro hat diese Anlage als Unterprojekt von „Wasser.Eisen.Land“ gekostet. 150 000 Euro wurden vom Land gefördert, die restlichen 50 000 Euro kam vom Märkischen Kreis.

Museumsleiter Sensen erläuterte, dass der Spielplatz neben allem Spaß auch pädagogisch wertvoll sei: „Die technische Anlage der Luisenhütte ist komplett nachgebildet worden und spielerisch erfahrbar und erlebbar.“ So durchlaufen die Kinder in diesem Labyrinth den Weg des Materials durch den Hochofen. Die Spielanlage ist ganzjährig geöffnet.

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