Miniphänomenta in der Beckumer Grundschule

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Spielerisch lernen die Kinder in der Beckumer Grundschule Naturwissenschaft und Technik kennen.

Balve - „Einfach ausprobieren lassen“, ist das Motto an 25 Experimentier-Stationen in der Aula der Beckumer Grundschule. Dort ist seit Mittwoch die Miniphänomenta zu Gast.

Sieben Plastikrohre stehen nebeneinander in einem Gerüst, daran befestigt ist eine Schuheinlage aus Gummi. „Und jetzt?“, fragt ein Mädchen. Zunächst versetzt sie den Rohren an den Seiten einen Klapps – nichts passiert. Doch als sie auf die Öffnungen schlägt, erklingt ein Ton. Jetzt hat die Schülerin den Bogen heraus, und macht Musik.

Die 1. Klasse mit ihrer Lehrerin Kerstin Uedickoven nahm als erste die für die Experimente umgebaute Aula unter die Lupe. Erklärungen gibt es nicht, denn das Konzept funktioniert dadurch, dass die Kinder miteinander sprechen, sich um Erklärungen bemühen, die Phänomene beobachten und ihre Handlungen anpassen. So geben zwei gegenüberstehende Drehscheiben erst einmal keinen Sinn. Doch wenn sie ganz schnell gedreht werden, zeichnet sich ein Muster ab.

„Probiert einfach aus“, rät die Klassenlehrerin immer wieder, wenn sich die Kinder fragend an sie wenden. Und tatsächlich: Wenn sie die Sachen in die Hand nehmen, passiert auch was. Spielerisch lernen sie so Naturwissenschaft und Technik kennen. Kugeln in mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gefüllten Gläsern bewegen sich zum Beispiel unterschiedlich schnell, wenn das Glas um 180 Grad gedreht wird. Ein Pendel zieht Spuren im Sand, Kugeln auf einer geraden und zwei leicht gewölbten Bahnen rollen um die Wette – die Stationen sind vielseitig.

Nach sieben Jahren wieder zu Gast

Nach sieben Jahren ist die Miniphänomenta wieder in Beckum, und dies für zwei Wochen. Schulleiterin Petra Köhler lässt ihre Schüler auch vor dem Unterrichtsbeginn und in der großen Pause dort experimentieren. Auch für den Sachunterricht wird das Klassenzimmer in die Aula verlegt: „Einige Stationen werden aber auch bei Bedarf in die Klassen geholt.“ Dort wird dann geforscht, warum sich die Phänomene eben so darstellen und was sich daraus lernen lässt.

Mit dabei sind auch am Donnerstag, 5. November, ab 10 Uhr die Beckumer Kindergartenkinder. Und von 15 bis 17 Uhr können die Eltern der Schulkinder ihr Wissen vertiefen.

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