Kinderbegegnung - ungenutztes Angebot des BJZ

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Trotz Misserfolg haben die Organisatoren des Kinderbegegnungstages im BJZ gut lachen: Leiter Christian Wulf, Nils Haarmann (im Anerkennungsjahr zum Erzieher) und der baldige Gruppenleiter Dario Benvenuto.

Balve - Das Programm beim „Kinderbegegnungstag“ für 25 Flüchtlingskinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im Balver Jugendzentrum am Mittwoch war vielseitig, die Besucher leider weniger.

Mit einer Buttonmaschine sollte erst jedes Kind sein Namensschild herstellen und dann in verschiedenen Kennenlern-Spielen den Kontakt mit anderen suchen. Doch so weit kam es gar nicht erst.

Die drei Organisatoren der Kinderbegegnung – Jugendzentrumsleiter Christian Wulf, Nils Haarmann, der sein Anerkennungsjahr zum Erzieher absolviert, und Dario Benvenuto, noch in Schulung zum Gruppenleiter – waren zwar auf alles vorbereitet. Dass dann aber niemand teilnahm, setzte das Trio doch in Erstaunen. „Wir hätten mit ein wenig Resonanz gerechnet“, drückte es der Jugendzentrumsleiter diplomatisch aus, auch wenn er seine Enttäuschung nicht ganz verbergen konnte.

 „Be welcome“ lautete das Motto der Aktion. Mit Plakaten, Flyern und in persönlichen Gesprächen hatten die drei Männer versucht, die Zielgruppe zu erreichen. Diesen Part hatte Nils Haarmann übernommen. Er ist zu 60 Prozent im BJZ und zu 40 Prozent in der Flüchtlingsarbeit tätig. Im Anschluss war er zuversichtlich, einige Flüchtlingskinder erstmals zu begrüßen und ihnen die Jugendeinrichtung vorstellen zu können. Bei den nächsten Besuchen, so die weiteren Pläne, sollten sie dann gemeinsam mit den deutschen Kindern spielen. 

Christian Wulf: „Wir wollen keine Gruppe, wo die Flüchtlinge nur unter sich sind. Ziel ist vielmehr eine gemischte Gruppe als Grundlage der Integration.“ Und dabei geht es auch um das Lernen der deutschen Sprache. Was bei den 14- bis 21-Jährigen beim wöchentlichen Fußballspiel inzwischen gelingt, soll auch bei den Jüngeren möglich sein. 

Das BJZ-Team lässt sich von diesem ersten Misserfolg nicht entmutigen. „Jetzt sollten wir in Kontakt mit den Schulen treten“, überlegte Wulf. So könnten die Kinder möglicherweise in Projekte eingebunden werden.

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