Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Luisenhütte und ihr Angebot bekannter machen

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Der Vorstand des Fördervereins Luisenhütte um den Vorsitzenden Jakob Graf von Landsberg-Velen, 3. von links.

Balve - „Die Verdopplung der Besucherzahlen muss drin sein“, sagte Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises, im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Luisenhütte. Er sieht weiteren Handlungsbedarf. 4916 Besucher wurden im vergangenen Jahr gezählt – 2014 waren es noch 5542 Personen. Die Führungen (83 mit 1627 Teilnehmern) seien aber gut angekommen. „Das Problem ist vor allem das Wetter bei den Veranstaltungen: Wenn es regnet, bleiben die Leute weg“, resümierte Krüger.

Während Regen und Sonnenschein von den Veranstaltern bei der Saisoneröffnung oder „Luise heizt ein“ nicht beeinflusst werden können, will der Märkische Kreis weiter daran arbeiten, die Luisenhütte und ihr Angebot bekannter zu machen. Museumspädagogin Bernadette Lange wies in ihrem Vortrag auf Schulprojekte, Projektwochen, das Historische Spiel, Workshops (Feuer und Zinn, Vom Eisenerz zum Waffeleisen) sowie den neu angelegten Technikspielplatz „Kleine Luise“ und das Geocaching, und die E-Bike-Ladestation hin. Ihr Fazit: Nach wie vor würden zu wenig Schulklassen aus Balve und der näheren Umgebung an den Aktionen teilnehmen.

Das seit 2006 erstellte Konzept, das Industriedenkmal entweder in einer Gruppenführung oder aber nach dem Kauf einer Eintrittskarte in der Hüttenschänke alleine zu erschließen, sei attraktiv, aber noch nicht bekannt genug, führte Lange aus. Ihre Zuhörer, Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Luisenhütte, erinnerten sich noch an Zeiten, in denen sie als Balver Schüler mit ihren Klassen häufig dort zu Gast waren.

Um den Bekanntheitsgrad des Industriedenkmals in Balve und darüber hinaus zu steigern, plant der Märkische Kreis eine groß angelegte Werbestrategie, an der Bus-Unternehmen, Wander- und Radfahrerportale, die Kooperationspartner Stadt Balve und Schloss Wocklum teilnehmen sollen. Auch großformatige Plakate sollen eine tragende Rolle spielen werden.

„Die Luisenhütte liegt leider sehr versteckt“, sagte Detlef Krüger. Er wies darauf hin, dass die Werbung dementsprechend groß ausfallen müsse. Ins Gespräch kommen soll die Luisenhütte auch durch den erstmals dort stattfindenden Motorradgottesdienst am 3. Juli. Auch dann hoffen die Veranstalter, dass das Wetter mitspiele. Jeder Biker sei zu der Veranstaltung eingeladen.

Für Radfahrer soll das neu aufgelegte „Radeln nach Zahlen“ von Neuenrade-Balve-Sorpesee bekannt gemacht werden. 55 Kilometer ist die Strecke lang, die ab dem Neuenrader Bahnhof startet. Von dort aus sollten die Teilnehmer den Knotenpunkten folgen. Im kommenden Jahr steht die Luisenhütte zudem in dem Buch „Die 30 schönsten Wanderwege im Märkischen Kreis“.

Die neue Saison wird am Sonntag, 8. Mai, um 11 Uhr mit einem Museumsfest eröffnet. „Luise heizt ein“ findet am Samstag, 9. Juli, ab 17 Uhr statt. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei. Das Historische Spiel für Kinder ab neun Jahren läuft von Dienstag, 16., bis Freitag, 19. August (80 Euro, mit Anmeldung). Kinder-Halloween ist am Samstag, 29. Oktober, von 16 bis 20 Uhr. Außerdem werden wieder Schmiede-Workshops angeboten – am 4. und 5. Juni sowie am 11. und 12. Juni.

Schnell abgehandelt waren während der Jahreshauptversammlung die Formalien. Kassenwart Thomas Wehr wies auf Spenden für die Sanierung des Museums (1500 Euro) und die Anschaffung der „Kleinen Luisen“ (3700 Euro) hin. Konstant geblieben sei die Mitgliederzahl, die bei etwa 60 liege.

Ab Montag werde außerdem Ulrike Knips ihre Arbeit im neu eingerichteten Büro über der Hüttenschänke aufnehmen. Ihren Arbeitsvertrag hat die neue Museumsleiterin am vergangenen Mittwoch unterschrieben.

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