25 Jahre: Jubiläum SG Balve/Garbeck 

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Die Jubiläumsveranstaltung war bestens besucht.

Garbeck - Über die große Beteiligung am Festakt zum 25-jährigen Bestehen der SG Balve/Garbeck am Freitag freute sich der Vorsitzende Christian Müller: „Sonst kommen erst alle, wenn die Mucke spielt.“

Begrüßt wurden neben vielen aktiven und passiven Mitgliedern auch Vertreter des Fußballkreises Arnsberg. „Leider müssen wir auf unseren Bürgermeister, dessen Stellvertreter und andere CDU-Mitglieder wegen einer Fahrt nach Berlin verzichten. Wir sind aber ein guter Verein und in der Lage, unerwartete Ausfälle zu kompensieren.“

Als Festrednerin wurde deshalb Dagmar Freitag (MdB-SPD) verpflichtet, die für ihre Rede viel Beifall erhielt. Es wurde immer ruhiger in der Garbecker Schützenhalle, als die Bundestagsabgeordnete nach ihren lobenden Worten für den Gastgeber, dem sie bestätigte, seinen festen Platz in der Sportlandschaft gefunden zu haben, auf die Olympischen Spiele in Rio einging. Sie war bis Freitag dort vor Ort. Ihre Abreise begründete sie mit einem Geburtstag in ihrem Familienkreis. „Es waren in Rio beeindruckende Erlebnisse, aber das diffuse Gefühl auf der Hinreise blieb auch auf der Rückreise bei mir hängen“, berichtete Freitag.

Die von Doping und anderen Skandalen überschatteten Spiele würden, davon war die engagierte Leichtathletin Dagmar Freitag überzeugt, dazu beitragen, dass sich viele vom Sport abwenden werden: „Medaillen um jeden Preis? Ist der Medaillenspiegel die wichtigste Bilanz?“ Schaden nehme nach dem bisherigen Verlauf vor allem die Glaubwürdigkeit.

 Sorge bereite ihr auch, an welche Länder internationale Veranstaltungen übergeben werden. Auch der Westen wäre dazu in der Lage, „zu Bedingungen, die vor allem auch menschlich akzeptabel sind.“ Von diesem Punkt schlug Freitag wieder den Bogen nach Garbeck zur SG. Dort, wie sie anfangs betonte, fühlten sich die Mitglieder wohl. Motivation sei, dass das Vereinsleben über den sportlichen Bereich funktioniere. Geboten würde sozialer Zusammenhalt als Mehrwert.  Die Politikerin schloss, indem sie darauf einging, dass der Spaß und die Liebe zum Sport sowie fairer Wettstreit und Anstand alle verbinde.

 Weitere Grußworte gab es von Kikki Knoop, Stadtsportverbandsvorsitzende, die der SG bescheinigte, gegenseitigen Respekt und Fairness zu leben. Diesem Fusionsclub sei im Laufe der Jahre gelungen, ein gut aufgestellter Verein zu werden, der über zwei Kunstrasenplätze und zwei Vereinsheime verfüge. Eine weitere Aufgabe kam ihr zu, indem sie das Grußwort von Bürgermeister Hubertus Mühling verlas. Er stellte dabei fest, dass die Balver und Garbecker mit der am 18. April 1991 vollzogenen Fusion ihrer Zeit voraus waren und weitsichtig gehandelt hatten.

Neben vielen Geschenken, die von Vereinen aus dem gesamten Stadtgebiet und auch Gerrie Hesse an den Vorsitzenden übergeben wurden, wird die Urkunde vom Fußballkreis Arnsberg einen Ehrenplatz erhalten. Ulrich Lemmer, Vorsitzender, sprach damit die Anerkennung für den Erfolg aus. Sein Lob schloss alle Ehrenamtlichen als Aktivposten ein.

Zu den Sportplätzen sagte der Vorsitzende Lemmer, zugleich Schiedsrichter: „Das sind die besten, auf denen ich jemals gepfiffen habe.“ Von Ortsvorsteher Christoph Haarmann gab es einen Rückblick auf die Geschichte, die jetzt die SG zum größten Fußballverein in Balve gemacht habe. Sein Wunsch für die Zukunft ist der baldige Aufstieg in die A-Liga, denn dort gehöre der Verein hin. Emotional wurde es, als Christian Müller den Festakt mit seiner Rede abschloss und dabei das Lebenswerk der verstorbenen Ludger Schulte und Horst Schmoll würdigte. Gerührt war Uli Stracke, der für seine Leistung gelobt wurde. „Uli kümmert sich nicht nur um die Geschäftsführung unseres Vereins, nein, er ist in fast allen Bereichen unser Mädchen für alles“, wurde dieser für seinen 25-jährigen ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Die Feier in der mit Fußbällen dekorierten Halle fand mit den Amigos ihre Fortsetzung. Die spielten zum geselligen Teil des Abends auf.

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