Weniger Zusammenhalt in Volkringhausener Wehr

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Andre Stracke leitet kommissarisch die Löschgruppe Volkringhausen. Er berichtete über Misstöne innerhalb der Truppe.

Balve - Der Zusammenhalt in der Löschgruppe Volkringhausen schwindet – diese Erfahrung hat der kommissarische Löschgruppenleiter Andre Stracke gemacht. Während der Jahresdienstbesprechung am Freitag sprach er dieses unangenehme Thema an.

In seinem Bericht wies er darauf hin, dass eine Brandsicherheitswache an der Höhle mangels Beteiligung aus Volkringhausen von den Kameraden aus Beckum durchgeführt werden musste. Der Feuerwehrmann, der als stellvertretender Löschgruppenführer in diesem Jahr für den erkrankten Stefan Eichhoff vorübergehend die Leitung übernommen hat, stellte auch zunehmend Missstimmung, die „hinter dem Rücken“ ausgetragen werde, fest. Er appellierte an alle Kameradinnen und Kameraden, sich wieder auf die Werte der Feuerwehr zu besinnen; aber auch wieder mehr Stunden in die Arbeit zu stecken.

825 Stunden für Aus- und Weiterbildung

An den Diensten im vergangenen Jahr beteiligten sich 68 Prozent (Vorjahr: 60 Prozent) der Feuerwehrleute. Erstmals wurden die Einsätze von Löschgruppe und First Respondern getrennt voneinander aufgeführt. Ausgerückt werden musste zu 18 Einsätzen, darunter zwei Sturmschäden, vier Unfällen und drei Bränden. 825 Stunden wurden für die Aus- und Weiterbildung investiert. Dazu gehören auch zwei Zug-Übungen. Hierdrin liege, so Stracke, auch die Zukunft: Die Zeiten von „Mein Feuer, dein Feuer“ gehören der Vergangenheit an. Nach vorne gehe es nur gemeinsam, der Anfang sei mit der „Pool-Ausbildung“ gemacht worden. Und speziell für Volkringhausen bedeute die Zukunft, die Zusammenlegung mit der Beckumer Wehr mitzugestalten. Dieses und andere Themen des Brandschutzbedarfsplanes standen auch im Mittelpunkt der Betrachtungen von Wehrleiter Frank Busche.

First Responder schnell im Einsatz

Für die elf First Responder gab Christian Boike den Überblick von Januar bis Oktober ab. 52 Mal rückten sie im gesamten Stadtgebiet aus. Innerhalb von zwei Minuten nach Eintreffen der Alarmierung sei das Auto auf der Straße, hatte er nachgehalten. Vor Ort seien die Ersthelfer dann bis zum Eintreffen des Rettungswagens durchschnittlich rund zehn Minuten auf sich gestellt. 450 Gruppenstunden seien geleistet worden.

Allgemeiner Dank für das Ermöglichen von Anschaffungen ging während der Versammlung an den Förderverein der Feuerwehr. Dieser hält seine Jahreshauptversammlung am 19. Januar ab. Die Agathafeier findet am 7. Februar statt. Zur Löschgruppe aus Volkringhausen gehören 24 Aktive, zwei Jugendliche und sieben Mann in der Ehrenabteilung.

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