Irish Folk Festival in Balver Höhle

Fantastische Stimmung lässt Balver Felsendom erzittern

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„We want more“ – so lautete der Standardruf der Fans nach jedem Bandauftritt, der im Rahmen des 14. Irish-Folk-Festivals auf der Bühne der Balver Höhle stattfand. Eigentlich hätte es jedoch heißen müssen: „We can´t get enough“. Denn das Publikum von der facettenreichen Beschallung einfach nicht genug.

 „Germany was insane“ – „Deutschland war wahnsinnig“, postete eine der Band direkt nach ihrem Auftritt auf ihrer Facebook-Seite. Und damit lagen die Whistlin´ Donkeys goldrichtig. Eine fantastische Stimmung herrschte von Donnerstag bis Samstag beim Festival. „Einer der besten Freitage“, stellte Uta Baumeister vom Veranstaltungsteam zwischenzeitlich fest, dass die 14. Auflage mal wieder den Nerv der Folk-Fans getroffen habe.

"Pfeifende Esel" liefern akustisches Feuerwerk

Apropos Whistlin´ Donkeys: Angekündigt als Newcomer lieferten die Iren eine derart energiegeladene Show ab, dass einem Statiker Angst und Bange hätte werden konnte. Doch die Höhle hielt dem akustischen Feuerwerk ebenso Stand wie dem frenetischen Applaus nach der letzten Zugabe der „pfeifenden Esel“.

Whistlin´ Donkeys zählte zu den zehn Bands, die das Festival zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen. Abgerundet wurde das Programm durch die Werler Pipes and Drums sowie die Auftritten der Scoile Rince Celtus Tänzer am Sonntag. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein, erklärte Uta Baumeister vom Festspielverein Balver Höhle. Dies gelang auch: Es waren klassisch geprägte Irish-Folk-Gruppen dabei, die völlig ohne Drum-Beats aus der elektronischen Retorte auskamen.

Fester Platz unter Top-Veranstaltungen

Das Festival bediente aber auch die Anhänger der harten Variante. Die kamen Freitagnacht bei Firkin auf ihre Kosten. Die Band ließ es richtig krachen – ein musikalisches Kontrastprogramm, das eine spezielle Folk-Gemeinde begeisterte. Und unterm Strich: Das Festival fasziniert generationenübergreifend und hat sich einen festen Platz in der Liste der Top-Veranstaltungen dieser Art in Europa gesichert. „Für manche Bands ist ein Aufritt in Balve der Start einer Karriere“, weiß die festivalerfahrene Konzert-Liebhaberin Uta Baumeister.

Nochmals zurück zu den hier eher unbekannten „pfeifenden Eseln“, die zweifelsfrei zu den Leckerbissen zählten. Allein die Tatsache, dass sie als Zugabe nicht „Whiskey In The Jar“ oder ähnliches auswählten, sondern ihre Version von „Cotten Eye Joe“ von den Rednex erschallen ließen – Respekt. Und die Art und Weise ihres Auftritts war wunderbar – inklusive mitreißenden Soli vom Bassisten bis zum Drummer. Musikalische wie stimmungsmäßige eine Extraklasse – schade, dass 2016 noch so weit weg ist.

Folk-Fans feiern in der Balver Höhle mit Pot O´Stovies und Five Alive O 

Drei facettenreiche Festivaltage in der Balver Höhle

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