2,4 Millionen Euro Investionen für Umgestaltung der Innenstadt

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Bürgermeister Hubertus Mühling zeigte auf der Skizze den geplanten Radweg, der von der Innenstadt aus in Richtung Balve Höhle führen soll. Zudem soll ein neuer Verbrauchermarkt im Innenstadtbereich gebaut werden.

Balve - 15 Baustellen für die Aufwertung der Balver Innenstadt sind bis 2020 abzuarbeiten. Über Art und Umfang informierten Bürgermeister Hubertus Mühling, Ortsvorsteher Matthias Streiter und Bauamtsleiter Hartmut Scharf am Dienstag die 23 interessierten Balver. Und aus deren Reihen kam angesichts der sich zukünftig abzeichnenden Barrierefreiheit und an vielen Stellen im Stadtgebiet aufgestellten Ruhebänke die Anmerkung: „Balve wird immer mehr zu einer Stadt für Senioren – bietet doch mehr für Kinder an.“

Besonders im 300 Quadratmeter großen Park an der Hauptstraße fiel dieses auf. Die Planer hatten an Hecken, Spalierbäume und einen Sitzplatzbereich gedacht, nur Spielgeräte auf der Freifläche gehörten nicht dazu. Auf diese pochten die Balver, um ihre Stadt auch für Familien attraktiv zu machen.

Und da hatte Bauamtsleiter Hartmut Scharf auch schon eine erste Idee, mit der er die Kritiker versöhnlich stimmte: „Hier könnte ein bespielbares Mammut aufgestellt werden.“ Doch dafür fehlt es auf weiteren vorgeplanten Flächen wie dem Drostenplatz und auch auf dem neugestalteten „Murmkepark“ an Angeboten für Eltern. Vom Bürgermeister gab es es das Versprechen, diese Anregungen mit in die weiteren Planungen aufzunehmen.

Finanzierung vor zwei Jahren sicher gestellt

Für das vor drei Jahren mit dem Dorfentwicklungskonzept ins Leben gerufene Innenstadtkonzept, dessen Finanzierung 2014 vom Rat sicher gestellt wurde, wird nach Angaben von Hubertus Mühling im Sommer dieses Jahres der Förderbescheid erwartet. Investiert werden bis 2020 insgesamt 2,4 Millionen Euro. Von der Städtebauförderung kommen 1,3 Millionen Euro, vom Kommunalen Abgabegesetz werden 500 000 Euro zugesagt. Der städtische Eigenanteil beträgt 600 000 Euro: ein Betrag, den sich Balve leisten kann, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen, rechnete Mühling vor.

Mit der Bezirksregierung werde jetzt ein Zeitplan zur Umsetzung der Projekte erarbeitet. Zu den ersten Baumaßnahmen soll in diesem Jahr der weitere Ausbau des Radwegs hinter dem Autohaus Levermann bis zur Balver Höhle mit Renaturierung der Hönne erfolgen.

Weitere Projektbausteine sind der Ausbau des Drostenplatzes als Parkplatz und „Begegnungsstätte“ mit Öffnung des IBS-Parkplatzes nach hinten sowie die Bogenstraße mit Neuanordnung der Parkflächen, Anlage eines Wasserspiels und Schaffung einer Sichtachse vom Drostenplatz zur St. Blasius-Kirche. Aufwertungen auch an der St. Blasius-Kirche

Außerdem: die Treppenanlage zur Mellener Straße wird barrierefrei angelegt, an der Dreikönigsgasse soll die Hönne geöffnet und mit einer „Hönnetreppe“ erlebbar gemacht werden; entlang der Hauptstraße wird der öffentliche Raum mit einheitlichen Mülleimern und Bänken aufgewertet, das Umfeld der St. Blasius-Kirche wird neu gestaltet, die „letzte schlechte Seitenstraße“, die Dreikönigsgasse, wird endausgebaut; aufgepeppt wird auch die Garbecker Straße. Und auch die Hoffmeisterstraße, die Alte Gerichtsstraße, die Mittelstraße und die Alte Hospitalgasse erfahren eine Aufwertung.

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