Info-Veranstaltung

Ideen für Leader-Projekte in Eisborn sammeln

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Marie-Theres Schulte (links) von der Dorfgemeinschaft Eisborn hatte die Info-Veranstaltung organisiert.

Eisborn - Das Interesse an Leader hielt sich am Dienstag in Eisborn in Grenzen. 15 Dorfbewohner nahmen an der Veranstaltung in der Schützenhalle teil, um sich von Regionalmanagerin Annika Kabbert über das bis 2022 laufende Projekt zu informieren.

Jede Idee, die das Dorfleben künftig attraktiv erscheinen lässt, wird gefördert. Damit alle Voraussetzungen dafür stimmen, steht das Regionalmanagement beratend zur Seite.

Neben den Städten Balve, Neuenrade, Arnsberg und Sundern gehören zu dem Leader-Projekt weitere 38 Dörfer, in denen auf einer Gesamtfläche von 516 Quadratkilometer etwa 125 000 Einwohner leben. Es stehen für den gesamten Zeitraum 3,1 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung, für jedes genehmigte Einzelprojekt gibt es eine 65-Prozent-Förderung. Der Rest muss, so erklärte es Regionalmanagerin Annika Kabbert, vom Ideengeber entweder durch Spenden oder Eigenleistung gestellt werden. 

Das erste von der lokalen Aktionsgruppe genehmigtes Projekt sei der „Generationenpunkt Altenaffeln“, die Umgestaltung der Schule als Treffpunkt für Jung und Alt. 

Noch in der Findungsphase sei die Idee der Garbecker Heilige-Drei-Königs-Gemeinde, die auf einer Freifläche einen Sinnespark einrichten will. In Balve wird über die Einrichtung eines mobilen Dorfladens mit regionalen und arabischen Produkten nachgedacht. 

Für das rund 540 Einwohner zählende Eisborn hatte Marie-Theres Schulte, Dorfgemeinschaft Eisborn, diese Info-Veranstaltung organisiert, um „Ideen zu sammeln, die unser Dorf attraktiver machen“ können. Ihre eigene Idee, ein Fahrradwegenetz mit E-Bike-Stationen, war dabei in Teilen schon verwirklicht, denn eine solche Station gibt es bereits an der Antoniushütte. Trotzdem bleibt der Grundgedanke, aufgrund der Lage das Radwegenetz an Holzen (HSK) anzuschließen. 

Wichtiger schien den Teilnehmern in der Diskussion, das Leben im Dorf auch für Mitbewohner im höheren Alter zu ermöglichen. Ein wesentliches Ziel: Familien und Senioren sollten nach Eisborn ziehen und dort bleiben. Zusammengehörigkeit sei förderungswürdig, machte die Managerin allen Mut, weiterzudenken und das Projekt konkreter werden zu lassen. 

Nicht entmutigen ließ sich Marie-Theres Schulte von der geringen Teilnehmerzahl, denn „Leader soll die Leute auch mobilisieren“, so Annika Kabbert. Oft dauere es, die Menschen aus ihren Häusern zu bewegen. Nächster Schritt sei nun, weitere Ideen zu sammeln, die im Herbst bei einem weiteren Treffen vorgestellt werden sollen.

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