„Huihuibuh“ – ein Gespenst geistert durch die Höhle

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Der gefürchtete General Torstenson reitet auf seinem stattlichen Ross ein.

Balve - Bei der Generalprobe war es noch krank – bei der Premiere am Samstagnachmittag hingegen wieder putzmunter. Das kleine Gespenst huschte durch die Balver Höhle, verbreitete aber unter den jungen Zuschauern keinerlei Schauer – schließlich ist es ja ein liebes Gespenst, und beim Kindermusical soll in erster Linie der Spaß und nicht die aufgestellten Nackenhaare im Vordergrund stehen.

Von Susanne Jentzsch

Der Festspielverein Balver Höhle wartet in dieser Spielsaison mit einem weiteren Novum auf. Nicht nur, dass die Verantwortlichen zwei unterschiedliche Musicals parallel aufführen – die Geschichte über das kleine Gespenst ist zudem eine deutsche Ur-Aufführung.

Weitere Veranstaltungstermine des Kindermusicals:

11. Mai 10 Uhr

13. Mai 10 Uhr

16. Mai 16 Uhr

17. Mai 16 Uhr

18. Mai 10 Uhr

22. Mai 17 Uhr

23. Mai 16 Uhr

24. Mai 16 Uhr

29. Mai 17 Uhr

4. Juni 16 Uhr

6. Juni 16 Uhr

Nach dem Kinderbuch von Ottfried Preußler zeichnet Anke Lux einmal mehr für die Regie und Choreografie verantwortlich, Michael Wiehagen übernahm die Bereiche Musik und Texte.

„Er hat uns verraten, dass er die Musik zum ‚Kleinen Gespenst‘ schon vor 30 Jahren geschrieben hatte. Jetzt hat er sie für den Festspielverein wieder hervorgeholt und entstaubt“, erläuterte Uta Baumeister vom Festspielverein Balver Höhle und freute sich darüber, „dass noch nie so viele Kinder in einer Premiere gewesen sind“.

Tatsächlich war der erste Aufführungstag auch so gut wie ausverkauft. Mit einem schallenden „huihuibuh“ riefen die Mädchen und Jungen dann das weiße Schlossgespenst herbei. Nur einmal die Welt am Tag sehen – das war der größte Wunsch des kleinen Gespensts.

Und er ging tatsächlich in Erfüllung – die Turmuhr über dem Rathaus hakte und musste repariert werden. Dabei wurde sie versehentlich um zwölf Stunden vorgestellt – und das Gespenst erwachte pünktlich zu Mittag.

Vom ersten Sonnenstrahl getroffen, verfärbte es sich allerdings pechschwarz und verbreitete unter den Menschen Angst und Schrecken. Die schusselige Polizei-Truppe bekam das Gespenst einfach nicht eingefangen, das außerdem auch noch einem Irrtum unterlag und die große 375-Jahr-Feier der Stadt Eulenburg jäh beendete.

"Huihuibuh" - ein Gespenst geistert durch die Balver Höhle

Dass nämlich die schwedische Armee – angeführt vom stolzen General Torstenson – nicht die „echte“ von damals war, hatte das kleine Gespenst in seinem Eifer, Eulenberg vor den Schweden zu beschützen, übersehen.

Und so schön die Welt am Tag auch war, das kleine Gespenst vermisste seine nächtlichen Freunde: den Uhu Schuhu, den Burggrafen Georg-Kasimir und Pfalzgräfin Genoveva. Doch drei Kindern wussten Rat und sorgten dafür, dass das kleine Gespenst wieder zur Geisterstunde erwachte und beim ersten Strahl des Mondenscheins wieder sein echtes Gespensterweiß bekam.

Die kurzweilige Familiengeschichte begeisterte kleine wie große Besucher gleichermaßen. Mit tosendem Applaus bedankte sich das Premierenpublikum beim Ensemble für eine abermals gelungene Aufführung – jubelnde und trampelnde Zuschauer sind wohl Beweis genug dafür.

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