„Hönnetal im Wandel“ lädt zu Reparatur-Café und Tauschbörse

Sabine Biehs-Romann und ihre Mitstreiter würden sich freuen, wenn das Reparatur-Café und die Tauschbörse am 20. Juni gut besucht wären.

Balve - Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem ein Rad schleift? Wegwerfen? Sicher nicht: Die Gruppe „Hönnetal im Wandel“ organisiert für Samstag, 20. Juni, das erste Reparatur-Café in Garbeck und eine Tauschbörse gleich dazu.

Im Ladenlokal des ehemaligen Edeka-Marktes an der Märkischen Straße 45 dreht sich dann alles ums Reparieren. Zwischen 14 und 16 Uhr stehen laut Ankündigung Reparaturexperten zur Verfügung: Freiwillige helfen bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Reparatur-Cafés sollen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände mitbringen: Toaster, Lampen, Föhne, Fahrräder, Spielzeug, Geschirr und anderes. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt. Die Reparaturexperten im Reparatur-Café finden fast immer eine Lösung. Die Reparatur ist kostenfrei, aber eine Spende ist natürlich sehr erwünscht, denn nur darüber finanziert sich das Reparatur Café“, schreiben die Organisatoren.

Die Tauschbörse sei eine gute Ergänzung zum Reparatur-Café. Dabei sollen hochwertige, gut erhaltene Dinge, mit denen der Besitzer nichts anfangen kann, die aber zu schade zum Wegwerfen sind und deshalb herumstehen, einem neuen Besitzer zugeführt werden. „Man bringt seine ,Stehrümchen‘ mit, bekommt einen Beleg und sucht sich dafür etwas Neues aus“, erklären die Verantwortlichen. Bezüglich der Tauschobjekte gebe es keine Einschränkungen: Die vierte Tortenplatte, das tolle Geschenk, das leider gar nicht zum eigenen Stil passt, die geerbte Bohrmaschine, die nur Platz wegnimmt... Sollten Tauschobjekte übrigbleiben, so behält sich der Veranstalter vor, diese einem guten Zweck zukommen zu lassen.

Waffeln und Getränke sollen im Angebot sein und während man wartet und seine Waffeln genießt, kann man ein Schwätzchen halten, sich an der Infowand oder am Büchertisch informieren oder die Artikel der Tauschbörse begutachten.

Durch Werbung fürs Reparieren und Tauschen möchte die Gruppe „Hönnetal im Wandel“ unter anderem zur Reduzierung des Müllbergs und Schonung von Rohstoffen beitragen. „Das ist sehr notwendig“, findet Initiatorin Sabine Biehs-Romann. „In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im System.“

Das Reparatur-Café sei auch dazu gedacht, Menschen in der Nachbarschaft wieder miteinander in Kontakt zu bringen, damit sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind. Daher würde sich die Organisatoren freuen, wenn sich noch mehr Menschen mit handwerklichen Fähigkeiten zur Unterstützung des Reparatur- Cafés finden würden und am 20. Juni dabei sind.

„Hönnetal im Wandel“ will jetzt regelmäßig ein Reparatur-Café organisieren, zunächst solle es weiterhin in Garbeck stattfinden, andere Veranstaltungsorte seien aber auch gewünscht, schreibt Biehs-Romann.

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