Frauen singen bei Festival in Budapest vier Pop-Lieder

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Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister möchte sich nicht auf ein Ergebnis festlegen. Die Einladung sei für ihn bereits ein großer Erfolg.

Balve - Auch international hat sich der Frauenchor Eisborn einen Namen gemacht: 2003 im italienischen Riva schafften die Sängerinnen das Silberdiplom in der Kategorie Pop, und 2012 im spanischen Calella dann Bronze. Vom 29. März bis zum 2. April sind sie jetzt in Budapest zu Gast beim 15. Internationalen Chorfestival.

„Endlose Nacht“ aus dem „König der Löwen“, „So soll es bleiben“ vom Duo Ich und Ich, „Andante, andante“ von ABBA und „I will follow him“ aus dem Musical „Sister act“ hat der Chor dafür einstudiert. Nun fand in der Eisborner Schützenhalle die Generalprobe statt.

Auf eine mögliche Platzierung wollen sich weder die Vorsitzende Ulla Pampuch, noch der Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister festlegen. Auf den Punkt bringt es aber der einzige Mann im Chor: „Für uns ist schon die Einladung ein großer Erfolg.“ Es sei ein wahr gewordener Traum, zusammen mit Spitzenchören der ganzen Welt auftreten zu dürfen. Ein weiterer dritter oder zweiter Platz wäre dabei schon das Sahnehäubchen, doch gelte eher: Mitmachen, Spaß haben und so gut wie möglich singen.

Eine Gold-Auszeichnung anvisieren zu können, sei aber laut Pampuch „ganz, ganz schwierig: Da singen Chöre auf einem ganz hohen Niveau, die ganz andere Probenmöglichkeiten wie wir haben.“ Realistisch als höchste Auszeichnung wäre für die Eisborner daher eher „Silber“.

Sie lassen dafür ihre Stimmen in der Schützenhalle erklingen, haben sie doch ihren Probenraum gegen die große Halle getauscht. „Da ist noch ein wenig Textunsicherheit zu hören“, wusste Baumeister nach „Andante, andante“. Und so setzen sie noch einmal neu an.

Bei den Eisbornerinnen gehören Singen und Bewegung zusammen. Bei „Endlose Nacht“ kommen sogar Masken zum Einsatz, die vom Barditus-Chor ausgeliehen wurden. Die vom Chorleiter selbst aufgenommene Begleitmusik dient bei jedem Lied als Klangteppich, über den die Stimmen gelegt werden.

Es war eine lange Generalprobe, in der an den Feinheiten gefeilt wurde. Der weitere Zeitplan steht: Ab Düsseldorf fliegen am Samstag 43 Sängerinnen mit Chorleiter Baumeister nach Budapest. Dort nehmen sie an einem Freundschaftskonzert teil; der Wettbewerb findet am Mittwoch statt. Entsprechend wird das Lampenfieber steigen – doch egal, wie die Platzierung ausfällt: Die Sauerländer wollen das Erlebnis in vollen Zügen genießen.

Von Julius Kolossa

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