Förderverein der Balver Grundschule blickt mit Sorge in die Zukunft

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Von links: Vorsitzender Günter Wieneke, Schriftführer Thomas Lenze und Kassenwartin Beate Adolph blicken mit Sorge auf das kommende Jahr. Dann steht die Neuwahl an, die wegen mangelnder Beteiligung zu einer großen Schwierigkeit werden könnte.

Balve - Die Zukunft des Fördervereins der Balver Grundschule ist zwar für ein Jahr sicher - das Bestehen darüber hinaus jedoch unklar.

Beate Adolph sorgte mit ihrer erneuten Kandidatur als Kassenwartin dafür, dass der Förderverein der Balver Grundschule für ein Jahr weiter handlungsfähig bleibt – eigentlich war sie schon in Aufbruchstimmung, bereit, ihrem Nachfolger alle Unterlagen mitzugeben. Doch ein solcher war nicht in Sicht. 

Jetzt blickt der Vorstand mit Sorge auf 2017, wenn die komplette Neuwahl ansteht, und bei der Jahreshauptversammlung wieder nur der Vorstand und das Lehrerkollegium tagt. Denn so war es am Montag bei der diesjährigen Versammlung: Insgesamt sechs Teilnehmer waren anwesend, eine Beteiligung, die Rektorin Birgit Heckmann nicht anders kennt. 

Für den Vorsitzenden Günter Wieneke und Schriftführer Thomas Lenze jedenfalls ist nach jeweils vier Jahren Schluss, Beate Adolph wird ebenfalls ihr Amt zur Verfügung stellen. Vom Vorsitzenden wurde ihr dafür gedankt, dass sie nicht mittendrin aufgehört hat, sondern noch ein Jahr drangehängt hat.

Dann aber wird es eng für den etwa 20 Jahre bestehenden Förderverein. Finden sich keine neuen Kandidaten, wird die Auflösung unvermeidlich. „Die Bereitschaft der Eltern, sich zu engagieren, fehlt“, sagte Thomas Lenze angesichts der wieder geringen Beteiligung an der Versammlung, aber auch bei der Mithilfe bei vom Förderverein durchgeführten Veranstaltungen. 

Besonders die jungen Familieneltern würden lieber vor als hinter den Ständen stehen. Und auch das Interesse an Mitgliedschaften sei gering. Fünf Austritten standen nur vier Neuaufnahmen gegenüber – und dies bei 56 Erstklässlern. 

Im Vorstand fiel das Wort von der bevorstehenden „Bankrotterklärung“ des 84 Mitglieder starken Vereins. Fällt dieser weg, werden die Kinder die Konsequenzen durch weniger Aktionen in ihrer Schule erfahren. Bisher wird regelmäßig die Arche Noah finanziert, mit deren Projekten die Natur erlebbar gemacht wird.

„Die Kinder sind davon begeistert“, wusste Birgit Heckmann. Und deshalb wird der Förderverein die Arche auch im nächsten Jahr wieder aus Menden anreisen lassen. Die Arche war dann auch der einzige Posten, für den der Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr Geld (701,50 Euro) ausgegeben hat.

Dazu Thomas Lenze: „Mangels Unterstützung konnten wir auch keine großen Aktionen durchführen.“ Das angesparte Geld wird zu einem großen Teil für die Aufführung des Zirkus bereitgestellt, der seinen Auftritt im vergangenen Jahr wegen der seinerzeit mit Flüchtlingen besetzten Murmke-Turnhalle als vorgesehenes Domizil verschieben musste.

5.000 Euro erhält die Grundschule als Zuschuss; zugesagt hat die Sparkasse 2.500 Euro. Die Differenz zu den Gesamtkosten in Höhe von 13.000 Euro soll durch weitere Spenden und Sponsoren zusammen kommen. Der Verein wird außerdem mit Büchern und Spielgeräten die Grundschule unterstützen.

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