Festspielvorstand: Gemeinsam „durch dick und dünn“

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Der aktuelle Vorstand des Festspielvereins (v. l.): Vorsitzende Uta Baumeister, Kassierer Hermann Becker, die zweite Beisitzerin Ulrike Mertens, der Technische Leiter Stephan Haarmann und Schriftführerin Nadine Schlebrowski.

Balve - Nach ihrer „Probezeit“ – nach sechs Monaten an der Spitze des Festspielvereins Balver Höhle – stellte sich Uta Baumeister am Dienstag während der ordentlichen Jahreshauptversammlung erneut zur Wahl. Einstimmig bestätigten die Mitglieder die Vorsitzende für weitere vier Jahre im Amt.

Wiedergewählt wurden auch Schatzmeister Hermann Becker und der Technische Leiter Stephan Haarmann. Aus beruflichen Gründen stellte Schriftführerin Miriam Junginger nach zwei Jahren ihr Amt zur Verfügung, Nachfolgerin ist Nadine Schlebrowski. Um die Arbeit im Vorstand auf mehrere Schultern zu verteilen, einigten sich die Mitglieder auf die Wiedereinführung des zweiten Beisitzers. Gewählt wurde Kostümchefin Ulrike Mertens, die zudem in der Restauration sowie als beratendes Mitglied tätig ist.

Diese Wahl muss das zuständige Amtsgericht allerdings noch bestätigen, da zunächst eine Satzungsänderung vorgenommen wurde. Diese schließt auch eine Neuregelung der Amtszeit der Kassenprüfer ein: Künftig sollen sie im Wechsel für die Dauer von zwei Jahren gewählt werden.

Uta Baumeister wies in ihrem ersten Jahresbericht auf eine Zeit hin, in der die Vorstandsmitglieder zusammen gewachsen seien. Jetzt gingen alle gemeinsam durch dick und dünn. Wolfram Schmitz von der Schützenbruderschaft fand anerkennende Worte. Die Schützen seien froh darüber, dass der Festspielverein der größte Nutzer der Höhle sei, denn sie würden den Felsendom durch ihre Arbeit bekannt machen. Festspielvereins-Mitglied Heinz Rapp erklärte, der Verein sei „unverzichtbar für das Kulturleben der Stadt Balve“.

Im vergangenen Jahr wurden mit den Stücken „Das kleine Gespenst“ und der „Glöckner von Notre Dame“ 2500 Zuschauer mehr als im Vorjahr während der Märchenwochen registriert. 408 Besucher kamen zur spanischen Nacht, 2641 feierten beim Irish-Folk-Festival mit. Das Weihnachtsmusical besuchten 738 Menschen – 45 Eintrittskarten waren für Flüchtlinge reserviert. Zusätzlich übernahmen die Mitglieder des Vereins bei Fremdveranstaltungen die Bewirtung, um mit diesen Einnahmen den Schuldenberg abtragen zu können.

Dass der 250 Mitglieder zählende Verein mit seinen 120 Aktiven im Ensemble im vergangenen Jahr eine entsprechend positive Entwicklung erlebt hat, führte Schatzmeister Hermann Becker aus. 2015 sei mit einem Plus in Höhe von etwa 30 500 Euro abgeschlossen worden. Die Summe werde zur Tilgung von Altverbindlichkeiten und der Bildung von Rücklagen verwendet. „Der Weg der Gesundung und Entschuldung entwickelt sich schneller als geplant“, sagte er.

Um diesen Prozess weiterhin zu beschleunigen, bemüht sich der Festspielverein weiterhin um Fördergelder. In den Jahren 2013 und 2014 sei die Tonanlage mit jeweils 2500 Euro bezuschusst worden, für 2017 werde ein weiterer Förderantrag gestellt werden. Der Vorstand hofft, dass auch der laufende Spielbetrieb durch das Land gefördert werden kann. Aus diesem Grund sei für Montag ein Gespräch mit Regierungspräsidentin Diana Ewert und der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask geplant.

Ob die Stadt Balve die Arbeit des Verein erneut mit 5000 Euro unterstützt, werde sich im Rahmen der Ratssitzung am Mittwoch entscheiden. Dann solle auch über den Vertrag gesprochen werden, der den Festspielverein zur Übernahme eines großen Teils der Kulturarbeit in Balve verpflichte. Um eine Neufassung formulieren zu können, habe der Rat den Festspielverein zunächst gebeten, die Dinge aufzulisten, die bisher mit den städtischen Mitteln zumindest mitfinanziert wurden. Eventuell könne der Festspielverein dann mit einer jährlichen Zuwendungen in Höhe von 10 000 Euro rechnen, sagte Baumeister.

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