Festspielverein startet neu

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Der neue Vorstand rund um die frisch gewählte Vorsitzende Uta Baumeister (3. von rechts) will als Team zusammenarbeiten und den Festspielverein in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Balve - Uta Baumeister ist neue Vorsitzende des Festspielvereins Balver Höhle. Sie musste nach den Wahlen während der Mitgliederversammlung am Dienstag erst einmal durchatmen. Einstimmig war sie von den 48 Teilnehmern gewählt worden. „Das ist kein leichtes Erbe, das ich und der gesamte Vorstand übernehmen“, fasste sie ihre Gefühle zum Neustart zusammen.

Sie bleibe ein Sparfuchs, betonte Baumeister. Sie wolle damit der eingeschlagenen Linie treu bleiben. Für die Zukunft wünsche sie sich ein freundliches Miteinander; dass alle als Team zusammenarbeiten. Kritik solle „auf menschlichem Wege“ angegangen werden.

Seitdem Lisa Grefe wegen Kritik an ihrem Führungsstil zugetreten war, habe sich der verbleibende Vorstand gut zusammen gefunden, betonte Baumeister. In veränderter Zusammensetzung machten sie sich nun an die Arbeit.

Claudia Heinemann – bisher Marketingberaterin – wurde mit zwei Enthaltungen zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neue Marketingberaterin ist Stefani Schulte (zwölf Enthaltungen). Kassenwart Hermann Becker wurde in seinem Amt bestätigt.

Verein ist in Balve eine Kultur-Institution

Eine Lanze für den Festspielverein brach Heinz Rapp: „Dieser leistet die gesamte Kulturarbeit der Stadt.“ Er mache dafür nicht nur viele Angebote, sondern leiste auch unbezahlbare ehrenamtliche Tätigkeiten. All diese Aktivitäten könnten nicht genug gewürdigt werden. Diese wohltuenden Worte vernahm die neue Vorsitzende Baumeister gerne.

Ihrerseits bedankte sie sich für die gute Zusammenarbeit beim Bürgermeister sowie der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft. Auch an ihre Amtsvorgängerin Grefe richtete die neue Vorsitzende ein paar Dankesworte.

Gut gelaunt waren alle Versammlungsteilnehmer nach dem reibungslosen Verlauf dieser richtungsweisenden Mitgliederversammlung.

2014 nur schwache Besucherzahlen

Baumeister legte vor ihrer Wahl noch den Jahresbericht 2014 vor: Das Musical „Die Schöne und das Biest“ war mit lediglich 6298 Besuchern nicht so erfolgreich wie im Jahr zuvor das „Dschungelbuch“ (6868 Zuschauer). In diesem Jahr dann kamen 8775 Besucher zum „Kleinen Gespenst“ (6353) und zum „Glöckner von Notre Dame“ (2423).

Die „Italienische Nacht“ hatte 456 Zuschauer (2013: 518, 2015: 408), und das Irish-Folk-Festival begeisterte 2436 (2013: 2611, 2015: 2641) Besucher. Beim Weihnachtsmusical „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“, wurden 750 Besucher gezählt (2013 gab es kein Winterstück, 2012: 371). Für dieses Jahr ist an den letzten beiden Wochenenden im November das Weihnachtsmusical „Der Nussknacker“ in der Aula des Schulzentrums vorgesehen.

Erleichtert und gut gelaunt waren die Versammlungsteilnehmer nach dem reibungslosen Verlauf der Neuwahlen zum Vorstand des Festspielvereins Balver Höhle.

Der Festspielchor trete am 6. November bei der Jubilarehrung vom Chorverband Hönne-Ruhr (Wilhelmshöhe in Menden) und am 29. November beim Adventskonzert in der Eisborner Schützenhalle auf. Die „Lebende Krippe“ sei am 6. Dezember beim Balver Weihnachtsmarkt zu sehen.

2016 sollen das Familienstück „Ritter Rost“ und für die Erwachsenen das Musical „Hair“ vom 6. Mai bis 5. Juni aufgeführt werden. In der Höhle finde am 28. Mai ein Konzertabend „Festspielchor and Guests“ unter dem Motto: „Musical & More“ statt. Zum 10. Juni werde zu einem „Wiener Konzertabend“ mit Markus Elsner und den Frankfurter Sinfonikern eingeladen. Das 15. Irish-Folk-Festival sei vom 4. bis 6. August geplant.

Enttäuscht von manchen Politikern

Dem Festspielverein steht mit „Ticketnet“ ein neues System für den Kartenverkauf zur Verfügung. Es werde vom Verband deutscher Freilichtbühnen empfohlen. Übrigens: Wegen der Höhle gelte der Aufführungsort als überdacht und somit nicht als Freilichtbühne. Eine neue Internetseite des Vereins gehe ebenfalls an den Start.

Von der Verwaltung nicht genehmigt wurde ein Zuschuss für die Frequenzumstellung der Mikrofone. „Wir haben die Kriterien nicht erfüllt“, stellte der technische Leiter Stefan Haarmann fest. Manche Politiker, so wurde bemängelt, hätten ihre zuvor versprochene Unterstützung nicht eingehalten. Der LWL würde die neue Tonanlage nun mit „bescheidenen“ 5000 Euro fördern.

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