Festspielverein stellt Musicals vor: Gute Resonanz bei Rollenbesetzung

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Zahlreiche Besucher trugen sich bereits bei der Vorstellung der neuen Stücke des Festspielvereins in die Liste der Rollenbesetzung ein.

Balve - Vor dem kleinen Horrorladen und Räuber Hotzenplotz hat keiner Angst – sie fanden sich diese Woche bei der Vorbesprechung der beiden Musicals des Festspielvereins für 2017 ein.

Obwohl: Die Probendisziplin ist einzuhalten – darauf legte Regisseurin Anke Lux großen Wert. Wenn der „Räuber“ montags und dienstags einstudiert wird, dann sollten alle pünktlich um 17.30 Uhr in der Aula sein. Es schließt sich jeweils um 19.30 Uhr der „Horrorladen“ an, für den die Akteure bis 22 Uhr Zeit einplanen müssen. 

Dass jeder Schauspieler gut bei Stimme sein soll, versteht sich von selbst. Diesmal allerdings kommt der Musik ein höherer Stellenwert als in den Vorjahren zu. Svenja Koch, für die musikalische Leitung des Familienstückes „Räuber Hotzenplotz“ vom Festspielverein verpflichtet, sagte: „Die Lieder sind kein Beiwerk, sondern transportieren viel von der Handlung.“ 

Schauspieler geben Erfahrungen weiter

Sieben Lieder für den großen Chor, fünf für kleinere Gruppen und natürlich die Solisten bestimmen das Geschehen mit. Ein ganzes Dorf wird darin einbezogen, die Musik selbst hat Kirmescharakter, aber auch Einflüsse von Jazz, Blues, Rock, Pop und Walzer. Anke Lux, seit sechs Jahren mit der Regie vertraut, machte auch diesmal wieder Mut, mitzumachen. Gerne würden die erfahrenen Schauspieler den Neuen ihre Begeisterung weitergeben, in neue Geschichten einzutauchen. 

Theaterpädagogische Unterstützung erhalten die Jüngsten von Jenny Geiz, die die Szenen vor- und nachbearbeiten wird. Nicht für Jedermann geeignet sei der „Horrorladen“. Dieser Klassiker um eine fleischfressende Pflanze, die dem schüchternen Simor zu Ruhm und Liebe zu seiner Audrey verhilft, hat bei allen unterhaltsamen und komischen Elementen auch eine gruselige Seite, denn die Pflanze erreicht im Verlauf des Musicals eine Größe, in der sie einen Menschen fressen kann. 

Michael Wiehagen spricht die Pflanze

Deshalb gilt für die Regie mit Rücksicht auf das Geschehen: Keine Schauspieler unter zwölf Jahren werden verpflichtet. Eine Rolle ist bereits besetzt. Michael Wiehagen spricht die Pflanze. Für ihn nichts Fremdes, denn 1999 hat für den passionierten Musiker in Balve seine Karriere mit derselben Rolle begonnen. 

Inzwischen hat er sich mit der musikalischen Leitung der in jedem Jahr anstehenden Aufführungen einen Namen gemacht. Für das kommende Jahr hat er einen Bekannten mitgebracht: Alexander Schwarze, der vor 18 Jahren die Live-Band beim „Horroladen“ geleitet hat, ist wieder mit dabei. 60 Prozent des Ensembles hat er begeistern können, wieder mitzumachen.

"Lieder sind anspruchsvolle Geschichten"

„Wir wagen uns immer an was Neues“, sagte Wiehagen dazu, dass diesmal live gesungen wird. Es werden daher besondere Ansprüche an die Sänger gestellt, die sich nicht auf das bisherige Halbplayback oder eingesungene Chöre verlassen dürfen. „Die Lieder sind anspruchsvolle Geschichten, in denen musikalisch alle Register gezogen werden können.“ Erklärend für die Handlung in den Szenen sei der Auftritt von drei Straßengören. 

Sowohl diese Rollen, als auch die anderen haben einen hohen Anspruch an Ausdruck und Sprache. Der Vorstand blickte in erwartungsvolle Gesichter im Saal des Restaurants Zur Höhle, als die beiden Musicals vorgestellt wurden. Und als sich dann die Zuschauer endlich in die Listen eintragen durften, waren sie alle mit dabei. 

Claudia Heinemann, zweite Vorsitzende, leitete für die verhinderte Vorsitzende Uta Baumeister diese Veranstaltung und war von der Resonanz begeistert: „Es sind sehr viele neue Gesichter hier zu sehen.“ Es würden alle Rollen besetzt werden können. Die Besetzungsliste wird in einer Woche bekannt gegeben.

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