Festspielverein: Aufnahmen im Tonstudio

Musical-Vorbereitungen: „Der Solist muss durchhalten“

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Die Lieder für die Musicals sind jetzt im Tonstudio auf CD aufgenommen worden. Diese Vorsichtsmaßnahme ist für den Notfall gedacht, falls einer der Darsteller nicht gut bei Stimme sein sollte.

Balve - Den Feierabend in der Höhle zu verbringen, ist kein Vergnügen: Kalt ist es hier, so kalt, dass die technische Abteilung des Festspielvereins Balver Höhle sich beim Aufbau der Kulissen für „Ritter Rost“ und „Hair“ besonders warm angezogen hat.

Das Gerüst steht, jetzt werden die Spanplatten angebracht. In diesem Jahr soll das Bühnenbild mit viel Technik ausgestattet werden, wie von den Mitarbeitern vor Ort zu erfahren war. „Erst einmal aber bringen wir die Heizung ans Laufen“, sagte der technische Leiter Stephan Haarmann bei Schichtbeginn. In vier Wochen ist Premiere der beiden Musicals, dann muss alles fertig sein. Seinen Teil hat Gerrie Hesse bereits geleitet: Eine übergroße Eistüte in der viele kleine Eistüten gesteckt werden, sind sein Beitrag zu „Ritter Rost“. In diesem Kindermusical spielt auch ein Eiswagen mit, und dessen Ausgestaltung hat sich Hesse angenommen. Mehrere Wochen hat er daran gearbeitet, und findet immer noch etwas, was er verbessern könnte.

So kommen viele Teile zusammen, die am Ende zwei Musicals zum Erfolg führen sollen. Regisseurin Anke Lux bringt den Akteuren den Ablauf samt Choreographie näher, der musikalische Leiter Michael Wiehagen sorgt für Melodie und Text. Besonders gut bei Stimme müssen die „Hair“-Darsteller sein, denn hier stehen 24 Lieder auf dem Programm, darunter Klassiker wie „Aquarius“, „Let the sunshine in“ und „Hare Krishna“.

Um für den Fall vorbereitet zu sein, dass einer oder mehrere Schauspieler bei Aufführung nicht bei Stimme sind, werden auch diesmal wieder Lieder in einem Tonstudio in Sundern aufgenommen. An diesem Wochenende finden die Aufnahmen statt, die auf CD hinterlegt sind, und im Notfall von der Technik bei den Stücken eingespielt werden können. Dennoch stellt der musikalische Leiter des Festspielvereins, Michael Wiehagen, hohe Anforderungen an seine Darsteller: „Der Solist muss durchhalten!“, stellt Wiehagen fest. Besonders im Musical „Hair“ muss der Sänger gut bei Stimme sein, denn es beinhaltet insgesamt 25 Lieder. 13 davon wurden am Wochenende im Tonstudio von Markus Kaiser in Hachen eingespielt.

Und ganz ohne Playback geht es bei den großen Szenen doch nicht. Entgegen erster Planungen nimmt der Festspielchor nicht komplett an „Hair“ teil, sondern nur mit einer kleinen Besetzung. Hintergrund sind die Vorbereitungen für das eigene Konzert des Festspielchors „Musical & more“ am 28. Mai. Michael Wiehagen erklärt: „Dieses Musical stellt eine ganz besondere Herausforderung dar, es lebt von den Liedern.“ Viel Technik mit Videoprojektionen kämen bei den Aufführungen zum Einsatz. Höhepunkt werde der Flug eines drei Meter langen Zeppelins durch die Höhle sein.

Viel Bühnenbild braucht dagegen „Ritter Rost“. Wenn der kleine Blechmann mit Burgfräulein Bo und Drache Koks seinen Urlaub in Schrottland verbringt, dann soll dies entsprechend gut in Szene gesetzt werden.

Lieder von „Ritter Rost“ müssten nicht neu aufgenommen werden, alle würden vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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