Fest nach dem Schock lässt Tränen schnell trocknen

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Mit fantasievollen, selbst gebastelten Masken verwandelten sich die Balver Grundschüler in Bauernhoftiere. Damit gewannen sie den ersten Preis.

Balve - Die Tränen der aufgeregten Kinder nach dem Zwischenfall mit dem Motorrad-Raser waren am Samstag schnell getrocknet. „Das hätte auch ein zweites Menden werden können“, war an der Schützenhalle indes von den Erwachsenen zu hören. Beruhigt wurden die Mädchen und Jungen noch an der Uferstraße von den Lehrerinnen und Eltern. Dass die Entscheidung richtig war, den Festzug auf dem kürzesten Weg zur Halle fahren und dort das Fest weiter feiern zu lassen, zeigte sich schnell.

Dort kamen die Mädchen und Jungen auf andere Gedanken. Es gab zunächst einmal Süßigkeiten für alle. Dann durfte das Karussell, das Glücksrad und auch die Wurfbude ausprobiert werden.

Thema des Tages waren die Tiere in der Landwirtschaft. So gab es lebende Schafe, Schweine, Kühe und Bullen aus nächster Nähe zu sehen. Auch Ponyreiten wurde angeboten. Auch Schinkenschätzen und Tombola sorgten für Unterhaltung.

Bei all dem war auch der neunjährige Kinderschützenkönig Mike Leon Hüttler, der die Klasse 4a der Balver Grundschule besucht, dabei. Nach genau 45 Minuten hatte er den letzten von 44 Luftballons abgeschossen. Zu seiner Königin wählte er die erst vierjährige Maja Schüppstuhl, die den evangelischen Kindergarten besucht. Beiden zur Seite steht der Vizekönig Maximilian Schüppstuhl. 27 Mädchen und Jungen waren auf dem Hof der Sokola.de beim Wettstreit um die Königswürde angetreten.

An der Schützenhalle wünschte sich Brudermeister Berthold König, schnell wieder zur Normalität zurück kehren zu können. Aus den Gesichtern der Besucher war der erste Schreck dann auch schnell verflogen. Damit ließ es der erste Schütze der Langenholthausenern dann auch bewenden.

Er dankte allen, die ihre bunt gestalteten Beiträge zum Festzug präsentiert hatten. Den ersten Preis – 150 Euro – teilten sich der Kindergarten und die Balver Grundschule. Mit selbst gebastelten Masken als Bauernhoftiere verkleidet, überzeugten sie die Jury. Platz zwei und damit 50 Euro bekam die katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) für ihren farbenfrohen Festwagen. Platz drei – 25 Euro – gab es für die gute Idee der Sokola.de. Mitglieder des Vereins verteilten in flüssige Schokolade getauchte Waffeln.

Bei den Spielen der neun teilnehmenden Vereine platzierte sich die Freiwillige Feuerwehr ganz oben auf dem Siegerpodest. Dafür gab es 30 Liter Bier. Platz zwei und 30 Euro ging an die KLJB, Platz drei und zehn Liter an den MGV.

Einen Teil der Veranstaltung gestaltete der Musikzug der Feuerwehr, darunter auch den Kinderkönigstanz.

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