Entwicklungsmöglichkeiten für Familien durch Baugebiet-Erschließung

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Ortsvorsteher Marco Voge (links) stellt in der Versammlung Bauunternehmer Dietmar Brinkmann als Überraschungsgast vor: Er wird das Baugebiet „Op dem Plasse“ erschließen.

Balve -  Das bisher unangetastet gebliebene Mellener Baugebiet „Op dem Plasse“ wird ab Frühjahr 2017 erschlossen. Bauunternehmer Dietmar Brinkmann aus Affeln nimmt sich dieser Aufgabe für die etwa 20 Bauplätze, die als Erbpachtgrundstücke vermarktet werden, an. Marco Voge, Ortsvorsteher von Mellen, stellte den „Überraschungsgast“ während der dritten Dorfversammlung vor: „Hier bieten sich Entwicklungsmöglichkeiten für Familien, die für unser Dorf sehr wichtig sind.“

Im weiteren Verlauf der Versammlung wies er darauf hin, dass das Trafohaus einen neuen Eigentümer finden wird. Nachdem die Vereine kein Interesse an der Übernahme des von Westnetz bis vor drei Jahren betriebenen Stromverteilers in zweigeschossiger Bauweise gezeigt hatte, stand als nächste Option der Abriss im nächsten oder übernächsten Jahr an. Dass es aber doch nicht so weit kommt, ist Bianca und Christian Bücker zu verdanken. Die beiden wollen damit ein Refugium für Fledermäuse und auch Eulen schaffen – wenn diese denn die Unterkunft an der Ringstraße nutzen wollen. Beim Kauf unterstützt wurden sie von Otmar Fehling, der die Kontakte zur Stadt als Eigentümer des 55 Quadratmeter großen Grundstücks und auch mit Westnetz herstellte. „Zwei Ebenen stehen zur Verfügung“, sagte Christian Bücker. „Die untere kann als Lagerfläche genutzt werden, oben sollen sich Vogelarten einnisten.“ Aufgehübscht werden soll das Gebäude mit einem Mellener Wappen. Der Ortsvorsteher sah bei der ökologischen Nachnutzung die Möglichkeit, ein Leader-Projekt daraus zu entwickeln.

Thema in der Dorfversammlung war außerdem der „Tag für Flüchtlunge“. Alle Mellener sollen sich angesprochen fühlen, wenn dieser Tag am 24. September ab 13 Uhr in und vor der Schützenhalle und auf dem Sportplatz durchgeführt wird. „Da wir in Mellen selbst keine Asylanten und Flüchtlinge haben, möchten wir uns auf diese Weise in die Integrationsarbeit einbringen“, schilderte Otmar Hermanns die Motivation, die hinter dieser Veranstaltung steht.

In Kooperation mit dem Bündnis für Flüchtlinge soll den Gästen aus den Flüchtlingsunterkünften das Golddorf näher gebracht werden. So ist eine Wanderung des Wasserbeschaffungsverbandes geplant, um zu zeigen, woher das Wasser kommt. Der Sportverein Rot-Weiß Mellen bietet ein Kinderprogramm, die älteren Gäste können sich auf der Boule-Bahn spannende Wettkämpfe liefern. Ponyreiten, eine Besichtigung der St.-Barbara-Kirche sowie ein Gang durchs Dorf und über den Barfußpfad sind neben weiteren Aktionen geplant.

„Wir sind sehr dankbar darüber, dass uns viele engagierte Bürger, Vereine und Organisationen wie beispielsweise die KFD, die Schützenbruderschaft, der Sportverein, der Wasserbeschaffungsverband und der Kirchenvorstand unterstützen“, so Hermanns. Er hofft, dass auch die Resonanz aus der Dorfbevölkerung am 24. September groß sein wird. Unterstützung braucht der Aktionskreis in Form von Kuchenspenden.

Weitere Themen der Versammlung, an der im Landmarkt 15 Mellener teilnahmen, war die Entwicklung von Ideen für die Verschönerung der Telekom-Kästen, die Dorfplatzpflege (die Kirsche soll gefällt werden), der Martinsmarkt am 6. Januar (das Dorf soll beflaggt werden) sowie Fortschritte bei den vorgesehenen Baumpflanzungen und dem geplanten Radweg. Auch der Waldlehrpfad soll weiter thematisiert werden.

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