Einsame Mahnwache für den Frieden in Balve

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Nicht immer stand Gerd Jörges alleine am Straßenrand.

Balve - „Diese Kerze brennt vor meiner Haustür weiter“, will Gerd Jörgens das Licht, das sie am Sonntag in seiner Laterne vor dem Volksbank-Parkplatz abgab, nicht erlöschen lassen. Er war bei dieser vierten von ihm initiierten Mahnwache für den Frieden alleine; insgesamt hätten sei Beginn jedoch 20 Balver daran teilgenommen. „Manchmal muss man Dinge tun, die man tun muss“, betonte er.

Zum Nachdenken wollte er mit seiner Aktion anregen, die vorbeieilenden Menschen bewegen, ihn zu fragen, warum er dies tue. Die meisten aber gingen schnell ihrer eigenen Wege. Für Jörgens ist seine Mahnwache Möglichkeit, seinen Wunsch nach Frieden zum Ausdruck zu bringen.

Dass sich die Teilnehmerzahl in Grenzen hielt, sieht er so: „Jetzt könnte man denken, dass in Balve kein Wille für den Frieden vorhanden sei. Das ist natürlich falsch. In Balve leben so viele Menschen, die sich in Stille und ohne großen Aufhebens mit viel Herzblut in den Dienst der Menschlichkeit stellen. Ihnen gilt Dank.“

Jörgens will eventuell weiter machen – obwohl die Mahnwache mit ihm als einzigen Teilnehmer nicht viel Sinn ergebe, gibt er zu, und stellt die Frage in den Raum: „Wo hat man denn Einfluss auf den Frieden?“

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