Dreitägiges Prophecy Festival in Beckum eröffnet

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Fans des Musikstils sind schon am Donnerstag zur Eröffnung des Prophecy Festivals nach Beckum gereist.

Beckum/Balve - Es ist wieder „Prophecy“-Zeit in Balve – seit Donnerstag wird das Gelände rund um die Balver Höhle zum Zeltlager für Fans dieser Musikrichtung, die sich nicht in Schubladen stecken lässt.

Sie überlegen, bevor sie antworten, was „Prophecy“ ausmacht: „Experimentelle“ Elemente, „avantgardistisch“, „atmosphärisch“ aber auch „Black Metal“ und „Jazz“ hätten dort ihre musikalische Heimat gefunden. 

Für 13 Bands wurde ihr geäußerter Wunsch wahr: Sie treten in der Balver Höhle auf. Über mangelnde Nachfrage musste sich Stefan Belda von der Prophecy Productions bei der zweiten Auflage keine Gedanken machen. „Schon nach dem Ende des ersten Festes im vergangenen Jahr kamen bei uns die ersten Anfragen für dieses Jahr an“, sagte ein zufriedener Belda. 

Ainsley, Ralph, Stefan, Evio und Sytze sind extra aus Holland angereist, um das Festival mitsamt Campingerfahrung in Balve zu erleben.

In mehr als 27 Ländern seien Karten verkauft worden, und: „Alle überdachten Unterkünfte in Balve und Umgebung sind ausgebucht.“ Doch viele Fans verzichten bewusst darauf und genießen lieber die Atmosphäre des Campens, die ersten Zeltplätze wurden bereits Donnerstagmittag vergeben. 
 
Nach dem Auftaktkonzert in der Beckumer Hönnetalhalle am Donnerstag ist die Höhle seit Freitag zum Prophecy-Tempel geworden. „Wir haben auf einen eindeutigen Headliner verzichtet“, sagt Belda zum Veranstaltungskonzept. „Auftreten werden verschiedene Bands. Jede ist für sich etwas Besonderes.“ – so auch GlerAkur aus Island. Die Musiker spielen im Hönnetal ihr zweites Konzert in ihrer jungen Bandgeschichte. „Stimmungsvoll“, so beschreibt Stefan Belda den Musikstil. „Sehr viel Instrumental und sehr atmosphärisch.“ 

Das Prophecy Festival 2016 hebt sich auch vom Programmablauf von üblichen, in der Region veranstalteten Konzerten ab, denn der erste Auftritt am Freitag begann bereits um 15.20 Uhr. 

Münsterländer Folklore kommt am heutigen Samstag zum Vorschein. In der Beckumer Halle wird ab 11 Uhr ein Musiktheaterstück um einen „Spökenkieker“ aufgeführt. Dieser, der der Legende nach um 1900 gelebt haben soll, kann in die Zukunft sehen; dort aber nur das Unheilvolle. Und in der Höhle erklingt die erste Musik der Band Völur um 13.50 Uhr. Sieben Bands treten bis in den späten Abend auf; das Finale findet ab 23.20 Uhr statt.

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