Dorfversammlung: Mellener sehen an mehreren Stellen Handlungsbedarf

+
Bei der dritten Mellener Dorfversammlung im Haus Rumland sprach Ortsvorsteher Marco Voge (Mitte) mit den Teilnehmern über Themen rund ums Golddorf.

Mellen - In rund 80 Minuten war alles gesagt bei der dritten Dorfversammlung im Haus Rumland in Mellen. „Wir haben noch zehn Minuten, dann erst ist die Doppelstunde voll“, scherzten am Dienstagabend die anwesenden Lehrer unter den 21 Teilnehmern. Ortsvorsteher Marco Voge hatte bei der Durchführung des Treffen einen guten Job gemacht.

Im Rückblick auf das, was seit den vergangenen drei Monaten in Mellen auf den Weg gebracht wurde, stellte Marco Voge dar, dass Hinweisschilder für den Spielplatz geliefert und angebracht werden sollen. Mit den Arbeiten auf dem Spielgelände habe die Stadt begonnen, so dass die abgebauten Geräte nach und nach durch die „gesicherten“ Spielgeräte des ehemaligen Luisenhütten-Spielplatzes ersetzt werden können.

Ein Dank richtete der Ortsvorsteher an die Feuerwehr für die Anschaffung eines Defibrillators. Das Dorf hatte mit einer Spende in Höhe von 500 Euro, die bei der Birkenversteigerung zusammenkamen, den Kauf unterstützt. Allerdings seien bisher noch keine Anmeldungen für Einweisungen an diesem elektronischen Lebensretter eingegangen, so Voge. Es soll jedoch weiterhin Werbung für eine Schulung gemacht werden.

Nicht zufrieden sind die Mellener damit, dass auf dem „Boberg“ Hinweisschilder gestohlen wurden, und zwar an einer Stelle, wo sich Wanderer verlaufen können. Vermutet wird, dass es sich bei den Tätern um Leute handelt, denen es nicht passt, dass dort gewandert wird. Denn seit der Eröffnung der Wanderwege M1 und M2 werden mehr fremde Wanderer als vorher im Golddorf gesehen.

Mehr Unterstützung für Jugend

Und auch in Sachen „Helfer für das Coolhouse“ sehen die Teilnehmer der Dorfversammlung noch Handlungsbedarf. Den Jugendlichen soll Unterstützung bei ihren Ausflügen zur Seite gestellt werden – andererseits soll sich der Nachwuchs bei Dorfaktivitäten mit einbringen. In den Startlöchern stehe die Errichtung der Aussichtsplattform, wie der Ortsvorsteher berichtete. Das Angebot von Zimmerei-Meister Vinzenz Schulte wurde angenommen, nun werde auf die Vertragsunterzeichnung mit der Landsbergschen-Verwaltung als Eigentümer des Grundstücks gewartet, um mit der Erstellung des Fundaments zu beginnen. „Diese Formalität ist jetzt nur noch eine Frage von Tagen“, meinte Marco Voge zuversichtlich. Eine von der Stadt angeratene Vereinsgründung aus versicherungsrechtllichen Gründen rund um diese Aussichtsplattform wurde von der Dorfversammlung abgelehnt. Es sei, so die einstimmige Meinung, die Dorfstruktur so gut in Ordnung, dass alles mit wenigen Absprachen erledigt werden könne. Marco Voge fügte hinzu: „Wir wollen Bürokratie so weit wie möglich abbauen.“

„Wir brauchen keine Buh-Männer"

Dagegen soll die Straße von Mellen nach Beckum wieder „aufgebaut“ werden. Nach Kyrill ausgebessert, ist die Asphaltschicht an vielen Stellen bereits wieder ausgewaschen und ausgebrochen. Weiter wies Voge darauf hin, dass Balve mit Neuenrade, Arnsberg und Sundern als „Leader-Region“ anerkannt wurde. Für sieben Jahre stünden jetzt Zuschüsse aus EU-Fördertöpfen und dem NRW-Haushalt bereit, was speziell für Mellen bedeutet: Der geplante Radweg zur Sorpe kann wieder anvisiert werden. Vom Märkischen Kreis wurde bereits Grünes Licht für dieses Projekt gegeben. Zur Zeit stünden Verhandlungen mit von der Anlegung betroffenen Waldbesitzern an. Diese sollen, so Voge, „in Ruhe“ angesprochen werden. „Wir setzten niemandem die Pistole auf die Brust“, betonte er. Alle Bedenken sollen ernst genommen, der Privatbesitz respektiert werden: „Wir brauchen keine Buh-Männer.“

 

Zur nächsten Dorfversammlung am 17. November  um 19 Uhr im Haus Rumland ist ein Vortrag der Kriminalpolizei über die Sicherung von Haus und Heim mit auf die Tagesordnung genommen werden. Vorher, am 27. August, um 19 Uhr, sind alle Mellener ins Pfarrheim eingeladen. Hier wird über den Verlauf des 20. Martinsmarkts gesprochen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare