Darsteller bereiten sich auf Musicals Hair und Ritter Rost in der Balver Höhle vor

Spartanisches Bühnenbild, pompöse Technik

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Es geht in die heiße Phase: Fast täglich proben die Musical-Darsteller für ihren großen Auftritt.

Balve - Schwarze Stellwände an der rechten Seite, der Blick von vorne fällt auf eine Leinwand. „Das ist die ganze Kulisse für die beiden Musicals Hair und Ritter Rost“, sagt Uta Baumeister, Vorsitzende der Festspiele Balver Höhle, zwei Wochen vor den Premieren bei einem Blick hinter die Kulissen. „Ja, der klassische Märchenbesucher wird stutzen über das spartanische Bühnenbild.“

Dafür sei die Bühne größer. Die Darsteller – 40 in Hair, 37 in Ritter Rost – können ihre Rollen bis kurz vor die erste Besucherreihe richtig ausspielen. Grund dafür, dass der Festspielverein zum ersten Mal ganz auf Technik beim Bühnenbild setzt, seien die dafür ausgelegten Musicals.

Ritter Rost spiele zum Großteil auf einem Schrottplatz, die anderen Szenen würden auf die 40 Quadratmeter große Leinwand mit einem eigens dafür gekauften Beamer übertragen. Uta Baumeister: „Wir haben uns vom Verlag die Bildrechte gesichert.“ Höhepunkt sei der Flug eines drei Meter langen Zeppelins, mit dem Ritter Rost über den Köpfen der Zuschauer hereingeschwebt kommt. Der von dem Balver Verein gekaufte Bausatz ist jedenfalls funktionstüchtig, wie ein erster Probeflug gezeigt hat.

Und Hair lebe von den Szenen, die immer mit vielen Akteuren besetzt seien. „Die große Herausforderung hierbei ist, dass 21 Lieder live gesungen werden“, verriet die Vorsitzende. „Nur das Orchester kommt vom Band.“

Die Tanzshows werden auf der Leinwand mit Licht- und Farbeffekten untermalt. Regisseurin Anke Lux verspricht jedoch: „Es gibt auch Schockmomente.“ Denn bei allem Ausleben von freier Liebe und alternativer Lebensart werde dabei immer wieder an den Vietnamkrieg erinnert, in dessen Zeiten das Musical Hair spielt. Es werden daher Kriegssituationen gezeigt, die das Publikum in die Geschichte mitnehmen soll.

Bis zu den Premieren am 6. und 7. Mai vergeht die Zeit für die Schauspieler und die Teams für Bühnenbau, Kostüme, Maske und auch Verpflegung wie im Flug. Inzwischen finden fast täglich Proben statt. „Es ist jetzt die heiße Phase“, sagt Uta Baumeister. Das gelte auch für den Verkauf der für jede Aufführung bereit gestellten 587 Karten, wobei Hair gefragter sei als Ritter Rost: „Im vergangenen Jahr lief das Familienmusical besser.“ Nicht ausverkauft sind die drei Schulvorstellungen am 9., 11. und 18. Mai; damit zeichne sich eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr ab.

Außerdem gibt es Eintrittskarten für die von den Festspielen Balver Höhle ebenfalls veranstalteten Muscals & more am 28. Mai, die Große Wiener Konzertnacht am 10. Juni, und Irish Folk & Celtic Music vom 4. bis 6. August. Ein Renner sei Kölschrock mit Brings am 31. Oktober.

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