Chorkonzert in der Balver Höhle

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Die Sängerinnen und Sänger gingen auch durch die Reihen  und verschafften dem Publikum ein besonderes Erlebnis.

BALVE - Eine gelungene Werbung für das (Mit-)Singen im Chor war am Samstag das „Musical & More“ überschriebene Konzert in der Balver Höhle. Im bis auf wenige Plätze ausverkauften Felsendom begeisterten ein Frauen- und vier gemischte Chöre.

Ein Gewinn war dabei das kurzfristig ins Programm aufgenommene Showensemble Musicalzauber.

Dessen Besetzung aus Balver und Neuenrader Sängern bereicherte das Programm mit einer gelungenen Liedauswahl und einer tollen Choreografie. Aus „Tanz der Vampire“, „Wicked“, „Mamma Mia“, „New York, New York“ und „Hair“ hatten sie ihr Repertoire zusammengestellt. Vom ersten Ton an hatten sie das Publikum auf ihrer Seite. Als der Mallorca Gay Men’s Chorus kurzfristig absagte, sprang das Showensemble kurzfristig ein. „Sie mussten bei den Proben richtig Gas geben“, sagte die Vorsitzende der Festspiele Balver Höhle, Uta Baumeister. Ende November wollen die Sänger einen weiteren „Musicalzauber“ aufführen, kündigte sie weiter noch an.

Der Festspielchor, die Tonträger Neuenrade, der Frauenchor Eisborn, jetzt unter dem Namen Querbeet auftretend und Amante della Musica aus Menden komplettierten am Samstag die Liste der Teilnehmer. Sie alle gaben tolle Visitenkarten für ihre jeweiligen Chöre ab. Die Liedvorträge waren stets gut intoniert. Die Lichttechnik begeisterte zudem. Die mit viel Liebe zum Detail überzeugenden Auftritte kamen bei den Zuschauern gut an. Und so sparte das Publikum auch nicht mit Applaus.

 Den Anfang machte der Festspielchor unter der Leitung von Heinz-Dieter Baumeister, der auch durch das Programm führte. Sehr gut aufgelegt waren dann die Tonträger Neuenrade, die von Marcel Buckert geleitet wurden. Ein buntes Bild – passend zur Liedauswahl – bot hernach das Ensemble Querbeet. Nach der Pause gehörte Ann-Christin Baumeister zunächst alleine die Bühne mit „Let it go“ aus der „Eiskönigin“. Und dann rundete das Showensemble Musicalzauber das Programm ab. „Klasse, wie die singen“, lobten die Zuhörer das Dargebotene.

 Zum Schluss gab es als Sahnehäubchen das von allen Chören gemeinsam gesungene „We are the World“ vom Benefiz-Projekt USA for Africa. Der danach einsetzende, minutenlange Applaus machte den Gesamt-Chorleiter Baumeister etwas verlegen: „Wir haben keine Zugabe einstudiert“, gestand er ein. Er bot an, das von Michael Jackson geschriebene Lied noch einmal zu singen, „unter der Bedingung, dass alle den Refrain mitsingen“. Das Publikum ließ sich nicht zwei Mal bitten – und so sangen 200 auf der Bühne und 500 davor. Es war ein für alle beeindruckendes Erlebnis.

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