Bäckerei Grote bietet Ausbildung in Teilzeit an

Patrick Kühn hat seine Ausbildung gerade abgeschlossen.

Balve - Dass bei der Bäckerei Grote das Thema „Ausbildung“ groß geschrieben wird, wie Karl-Heinz Grote betont, ist nicht unbekannt. Dass der Langenholthausener nun aber auch eine Ausbildung in Teilzeit anbietet, ist sicherlich vielen neu.

Von Andrea Kellermann-Michels

Anna Pieperhoff absolviert gerade ihre Ausbildung zur Bäckerei-Fachverkäuferin in Teilzeit. Das bedeutet für die junge Mutter, dass sie alle Schulstunden besucht, jedoch lediglich 30 Stunden in der Filiale in Neheim arbeitet. „So weiß ich mein Kind immer gut betreut und kann dennoch meine Ausbildung machen“, freut sie sich. Mitarbeiter der Arbeitsagentur, die die Teilzeitausbildung unterstützt, hatten sie auf diese Möglichkeit hingewiesen. Gudrun Raphael-Schmitz vom Arbeitgeber-Service erläuterte, dass bei diesem Konzept eine volle Leistung bei weniger Stunden gegeben sei – und dies ohne Verlängerung der Ausbildungszeit. „Nicht nur der Azubi verbessert sich, sondern auch der Arbeitgeber profitiert von diesem Konzept.“ Karl-Heinz Grote ergriff diese Chance: „Wir unterstützen gerne junge Menschen und geben jedem eine Chance, doch sie muss ergriffen werden. Wir haben schon Jugendliche ohne Abschluss ausgebildet, die zum Schluss als Beste die Prüfung bestanden haben. Außerdem bilden wir aus, um auch zukünftig engagierte Mitarbeiter beschäftigen zu können. Wir übernehmen die Lehrlinge nach der Ausbildung und fördern sie mit Seminaren auch weiterhin sogar bis zur Meisterprüfung.“ Diese Förderungen werden auch finanziell unterstützt, so dass einer Karriere zum Bäckermeister bei Grote nichts im Wege stehe. Karl-Heinz Grote sei es wichtig, an den Schwächen zu arbeiten und die Stärken jedes Mitarbeiters herauszuholen. „Jeder Mensch ist individuell und so muss man das auch im Beruf betrachten. Seine Mitarbeiter muss man so einsetzen, dass ihre Stärken genutzt werden“ betont er. Mittlerweile beschäftige Grote 160 Mitarbeiter, darunter sechs Bäckermeister. In der Filiale in Neheim die im vergangenen Jahr eröffnet wurde, ist Anna Pieperhoff seit August beschäftigt. „Ich gehe gerne dorthin, wurde freundlich aufgenommen und mir macht die Arbeit Spaß“, unterstreicht sie. Auch die Nähe der Mitarbeiter untereinander gehört für den Chef mit dazu: „Wir veranstalten regelmäßig Ausflüge, Events und Aktionen, damit die Mitarbeiter sich untereinander besser kennenlernen.“ Als zusätzlichen Anreiz hat er jetzt unabhängig von der Innung für das dritte Lehrjahr eine übertarifliche Lohnzahlung angesetzt, damit die Lehrlinge mal ein vierstelliges Budget auf ihrer Abrechnung stehen haben. „Wir müssen unsere Azubis fördern, denn davon lebt die Region.“

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