Bundestagsabgeordnete zu Gast im Rathaus

Dagmar Freitag: „Intelligente Lösungen müssen her!“

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Die geplante Ortsumgehung für Balve war am Donnerstagnachmittag großes Gesprächsthema im Balver Rathaus. Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag war zu Gast.

Balve - Über die geplante Balve-Ortsumgehung war die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag bereits in einem Brief des Balver Fachhandels informiert worden. Auch die auf dieses Thema eingehende Facebook-Initiative von Adalbert Allhoff-Cramer verfolgt die Politikerin. Jetzt nahm sie sich Zeit für ein Gespräch im Rathaus.

„Ich habe meine Ziele erreicht“, war die Abgeordnete nach der über einstündigen Diskussion zufrieden. Neben Bürgermeister Hubertus Mühling nahmen die SPD-Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Sigrid Schmidt, für den Balver Fachhandel der Vorsitzende Rolf Biggemann und seine Stellvertreterin Elisabeth Tillmann teil. Adalbert Allhoff-Cramer war eingeladen, musste aber absagen.

Freitag: „Ich bin vom Bürgermeister über die Beschlusslage zur Ortsumgehung, sowie vom Fachhandel über die Sorgen der Balver Einzelhändler informiert worden.“ Weniger Autos, wenn denn die Ortsumgehung wie vorgesehen kommt, bedeuten weniger Kunden, und dies in Zeiten, wo das Internet alles für den täglichen Bedarf bereit hält. Mit diesem Einkaufsverhalten haben die Fachhändler in der Hönnestadt zu kämpfen – hier wussten die Balver den Gast aus Berlin auf ihrer Seite: Sie kaufe nur im Fachhandel vor Ort. Hierbei schätze sie besonders die persönliche Beratung. „Aber die Probleme des Internethandels, der Kaufkraft abzieht, sind nicht abzustellen“, wusste sie. Ihre Antwort darauf: „Service, Service, Service und qualifizierte Beratung machen den Einzelhandel aus.“

Die bestehende Beschlusslage sei diese, so Bürgermeister Hubertus Mühling, dass die Ortsumgehung im Bundesverkehrswegeplan nach wie vor als notwendig angesehen werde. Die Geschichte begann im Jahr 1980, als der Rat der Stadt Balve die Verwaltung beauftragte, mit dem Landesbetrieb Straßenbau.NRW eine Groß-Planung zu erstellen. Wie in der Ratssitzung vor einer Woche schon dargestellt, führte Mühling noch einmal die Zweiteilung der dargestellten Trassenführung aus.

Konkret und unstrittig sei der Abschnitt zwischen der Kreuzung Sanssouci und der Wocklumer Allee. Bis 2020 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein, Planungen, die auch im Rahmen der Verkehrssicherheit besonders in Sanssouci bei allen Fraktionen zustimmend zur Kenntnis genommen werden. Jetzt finde eine Abstimmung mit den Behörden über konkrete Maßnahmen statt, sagte der Bürgermeister zum aktuellen Stand.

Dagmar Freitag nahm mit nach Berlin: „Dieser erste Teilabschnitt ist unstrittig.“ Dafür müssen beim zweiten Abschnitt „intelligente Lösungen“ her, so das Fazit der Diskussion im Rathaus. Vorgesehen ist der Bereich ab Kläranlage Balve bis zur B 229 im Bereich Langenholthausen. „Die Trassenführung ist aber noch nicht in Stein gemeißelt“, bekräftigten Mühling und Freitag. Balves Stadtoberhaupt bleibt dabei bei seiner schon in der Ratssitzung geäußerten Meinung, dass Lkw nicht in die Innenstadt gehören, Pkw dagegen schon. Auch da stimmte Dagmar Freitag zu.

Sie wolle sich außerdem für ihren Wahlkreis dafür stark machen, dass Geld vom Bund in den Bau der Ortsumgehung fließt. Die Gesamtsumme betrage 19,2 Millionen Euro, so Hubertus Mühling, der darauf hinwies, dass das in Aussicht gestellte im Bundesverkehrswegeplan für die Region wichtig sei. Für die Gesamtdauer der Ortsumgehung sind neuneinhalb Jahre veranschlagt.

Um zu diesem Thema die Meinung vieler Balver zu hören, wird der Fachhandel eine öffentliche Diskussion am Mittwoch, 15. Juni, ab 19 Uhr durchführen. Der Ort, wird noch bekannt gegeben.

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