Bruderschaft wirbt um Königsanwärter

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Brudermeister Berthold König präsentiert das neue Flugblatt zum Königsschießen in Langenholthausen.

Langenholthausen - „Ohne Schützenkönig kein Schützenfest“, betonen die Verantwortlichen der St.-Johannes-Schützenbruderschaft aus Langenholthausen in ihrem jetzt herausgegebenen Flyer.

„Ebenso wie bei zahlreichen anderen Sauerländer Schützenbruderschaften stellen auch wir in Langenholthausen fest, dass das Interesse am Erlangen der Königswürde stetig zurückgeht.“

Brudermeister Berthold König hat deswegen Argumente mit seinen Vorstandskollegen gesammelt, um die immer gleichen Gründe wiederlegen zu können, die die Schützen hören, wenn sie die Frage nach Königskandidaten stellen.

„Das ist das wichtigste Argument“, betont König in Hinblick auf folgenden Satz: „Meine Partnerin möchte keine Königin werden.“ Darauf geben die Schützen folgende Antwort: „Da können wir – offen gestanden – leider auch nicht weiterhelfen. Möglicherweise hilft, sich einmal mit einer ehemaligen Königin zu unterhalten.“

Königspaar trägt die Kosten der Bewirtung

Dagegen kann mehr Hilfe bei den Kosten in einem Königsjahr gegeben werden. Seit Jahrzehnten übernehme das Königspaar die Ausgaben für die Bewirtung beim Abholen zu den Festzügen, die Würstchen und Brötchen beim Halleputzen, eine Bierspende für die Generalversammlung und die Bonbons nach dem Kindertanz. „Insgesamt sprechen wir über Ausgaben von gut 1000 Euro“, weiß König.

Die Ausgaben am Hofstaattisch – Getränke, Speisen und Blumen – werden hingegen unter allen Paaren geteilt. Dazu kommen Kosten, deren Rahmen vom Königspaar selbst gesteckt werden, wobei die Kleider der Frauen die größten Positionen einnehmen.

„Der Vorstand“, so heißt es im Flyer weiter zu diesem Thema, „ist bemüht und richtet diese Bitte auch an alle neuen Königspaare, bei Aktivitäten darauf zu achten, dass sich die damit verbundenen Kosten in einem vertretbaren Rahmen bewegen.“ Nur so bleibe gewährleistet, dass jeder Schützenbruder – bei Interesse – auch Schützenkönig werden könne.

Vereinszuschuss soll erhöht werden

Zur Kostenreduzierung werde bei der Generalversammlung der St.-Johannes-Schützenbruderschaft am 9. Januar ab 19 Uhr in der Schützenhalle der Vorschlag an die Mitglieder gemacht, den bereits bestehenden Vereinszuschuss einschließlich des Königstalers auf 1000 Euro zu erhöhen. Für weitere Anregungen, die dazu führen könnten, die Kosten zu reduzieren, sei der Vorstand offen.

Zu dem Argument „Ich kann keinen großen Hofstaat stellen“, stellt der Vorstand fest, dass nach § 3 der Satzung ein Hofstaat von mindestens zehn Paaren ausreiche. Überschaubar seien die Termine, die für einen Schützenkönig als verpflichtend erachtet werden: zunächst der Besuch des Affelner Schützenfestes im Juli, dann zu Gast in Amecke im August. Die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Balve findet im September statt; nicht in jedem Jahr sind das Kreisschützenfest oder Jubelschützenfeste einer benachbarten Schützenbruderschaft. Im Oktober steht die Teilnahme am Königs- und Offiziersball des Oberen Hönnetals, im November an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag an. Einen Ehrenplatz hat der König bei der Generalversammlung im Januar, im Juni endet das Regentenjahr mit der Fronleichnamsprozession sowie der Schützenfestwoche.

Schließlich heißt es im Flyer: „Schützenkönig in Langenholthausen ist man nur einmal im Leben.“

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